Wer die Dicke eines Fadens misst, schleift auch die Nieten ab. Und wer den Rost aufträgt, malt auch die Wellen weiß.
Sätze aus dem Irrenhaus? Surrealistische Kalendersprüche?
Alles nur Erkenntnisse aus dem Modellbau, aus dem Modellschiffbau, um genau zu sein.

"So eine kleine G’schicht‘ über Modellbau könnte man machen", regte ich in der Sitzung zur Themenfindung an, weil ich, eben aus Hamburg zurückgekommen, einen guten halben Tag im dortigen Maritimen Museum vor Anker gegangen bin und dann, ein paar Fleets weiter, im Miniaturwunderland die größte Modelleisenbahnanlage der Welt besah.
Oh, ich Ahnungsloser, der ich nicht initiiert war, blind und unwissend staunend wie ein Dreijähriger vor dem Christbaum.

Da will man versuchen, die eigenen leuchtenden Augen, die, um 50 Jahre verjüngt, wieder Kinderaugen geworden waren, in Worte zu fassen, die Freude weiterzugeben, vielleicht auch zu überlegen, was diese Freude am Modell ausmacht (ist es die Überschaubarkeit, die scheinbare Fasslichkeit, die Kunst der Miniaturisierung?), dann informiert man sich genauer, soll ja etwas Seriöses werden, der Artikel, und man landet in einer anderen Welt.
In einer Welt, in der Perückenhaare zu Seilen werden und Spaghetti zu Decksplanken. Wer da von Idipferlreiterei spricht, hält die Spanische Hofreitschule für Ponyreiten im Prater.

Vom Hundertsten geht es ins Tausendste, vom Tausendste ins Millionste und Milliardste. Jetzt müssen, mit inbrünstiger Bitte um Nachsicht, Flugzeugmodelle, Automodelle, und sogar die Modelleisenbahn zurückstehen: Der Erweiterung des "Wiener Journals" auf einen Fünfhundertseiter wurde nicht zugestimmt. Das aber wäre notwendig, um alle Modellbaufacetten zumindest in der Theorie unterzubringen. Aber Modellschiffe können als exemplarisch dienen.
Schon, weil die Grundfragen die gleichen sind, die für allen Modellbau gelten: Standmodell oder Funktionsmodell? Auf beispielsweise Flugzeuge umgemünzt bedeutet das: Dient das Modell zum Angeschautwerden oder soll es fliegen? Auf Auto und Bahn übersetzt: Soll es fahren?
Beim Schiff heißt die Frage naturgemäß: Standmodell oder Schwimmmodell?
Aber dabei bleibt es nicht.
Man fühlt sich an die zwei Möglichkeiten erinnert, mit denen Franz Werfels Jakobowsky noch in der ausweglosesten Lage die Alternativlosigkeit unterwandert.

Zum Beispiel die Schwimmmodelle: Lange Zeit war die Regel, dass Funktion vor Genauigkeit geht.
Das galt natürlich für alle Funktionsmodelle – für die Flugzeugmodelle ganz besonders, da nur Propellerflugzeuge in Frage kamen, und die aerodynamischen Notwendigkeiten zwangsläufig wichtiger waren als die Details des Nachbaus. Es bringt schließlich nichts, wenn der optisch schnittigste Doppeldecker die Flugeigenschaften einer Dronte hat. Mittlerweile gibt es miniaturisierte Düsen, und die damit angetriebenen Jagdflugzeugmodelle sehen nicht nur aus wie eine mittels Schrumpftinktur verzwergte F-16, sondern sie fliegen mit den Eigenschaften von großen. Sturzflug, Looping, Trudeln, Rollenkehre – alles drin. Nur, dass beim etwaigen Absturz der Pilot nicht aussteigt und die Reißleine des Fallschirms zieht, sondern eher die Fernsteuerung sinken lässt und ein kaum druckreifes Schimpfwortvokabular hören lässt.

Bei den Modellschiffen ist es wenig anders: Man darf die frühere Priorität der Funktion ohnedies nicht so verstehen, dass man in einen schwimmfähigen Rumpf einen Motor und einen Empfänger für die Fernsteuerung montiert hätte und alles andere hätte aussehen können, als hätte einer die Kinderzeichnung eines Dampfers nachgebaut. Aber es waren ziemlich viele Schlepper und Fischkutter und Segelyachten unter den Schwimmmodellen, die, vorsichtig gesagt, wenig mehr waren als zu Schleppern, Fischkuttern und Segelyachten erklärte ferngesteuerte Schwimmkörper.

Auch das hat sich geändert. Seenotrettungskreuzer, Frachter, Containerschiffe, Kriegsschiffe, alte und neue Passagierschiffe schwimmen um die Wette und müssen achtgeben, nicht auf getauchte U-Boote zu stoßen. Einer hat sogar die "Titanic" nachgebaut. Fehlt nur der Eisberg mit anschließender Modellschiffskatastrophe? In Wahrheit fehlt nur der Modelleisberg, denn die Modell-"Titanic" ist schwimm- und sinkfähig.

Dennoch hat selbst das am genauesten nachgebaute Schwimmmodell einen Haken – und der ist ausgerechnet der einzige, gegen den kein Modellbauer etwas unternehmen kann, nämlich das Wasser.
Es ist nämlich so: Wasser hat ein eigenes Bewegungsmuster. Dieses steht immer in einem Verhältnis zur Größe des in ihm schwimmenden Objekts. Zum Beispiel hatte die "Wien", ein Passagierdampfer des Österreichischen Lloyd, bei einer Länge von knapp 135 Metern eine Verdrängung von 7.357 Bruttoregistertonnen. Naturgemäß verhält sich ein Drei-Meter-Modell der "Wien" mit einem Bruchteil der Verdrängung im Wasser völlig anders als das Original. Während das Original ruhig die Wogen durchpflügte, dümpelt das Modell auf den Quabbelwellen im Hafenbecken.

Flugzeugmodelle haben ein ähnliches Problem: Bei den wenigsten ist ein Flugbild zu erreichen, das dem des Originals entspricht. Nur Modelleisenbahnen schneiden besser ab, denn in diesem Fall kann der Modellbauer die Umgebung kontrolliert seinem Willen unterwerfen: Er kann Gleisanlagen, Bahnhöfe, Brücken, Hügellandschaften, Täler und Dörfer entsprechend anpassen, während der Schiffs- und Flugzeugmodellbauer über die natürliche Umgebung, in der sich seine Schöpfungen bewegen, keine Kontrolle hat.

Genau hinsehen: Ja, tatsächlich, das ist eine Modelleisenbahn. 
- © hitman1234 / stock.adobe.com

Genau hinsehen: Ja, tatsächlich, das ist eine Modelleisenbahn.

- © hitman1234 / stock.adobe.com

Das war vor der Ära der digitalen Effekte für Filme mit maritimen Szenen eine besondere Herausforderung. Schließlich konnte man sich nur mit großen Budgets leisten, Schiffe samt Crew zu mieten oder kleinere Segelschiffe für die Kamera auf Dreimaster umzubauen. Setzte man Modellschiffe ein, wendete man in der Regel den Trick an, dem Film einen Hauch, aber wirklich nur einen Hauch, von Zeitlupe zu verpassen. Die Modellschiffe scheinen dann schwerer und somit echter im Wasser zu liegen – allerdings um den Preis eines zähen, wenn nicht gar öligen Wellengangs.

Der Hund bei der Sache ist mit einem Wort zu benennen: Maßstab.
Der ist es, der viele Modellschiffbauer zur Überzeugung geführt hat, dass das ideale Modellschiff ein Standmodell ist, bei dem sämtliche Facetten der Kontrolle des Modellbauers unterliegen.
Damit könnte die Sache beendet sein, gäbe es nicht wieder die Regel der zwei Möglichkeiten, mit der man vom Hundertsten ins Tausendste kommt. Nur, um die grundsätzlichen Fragen anzudeuten: Aus welchem Material besteht das Modell? Vollrumpfmodell oder Diorama? Bei einem Vollrumpfmodell: offen oder geschlossen? Bei einem Diorama: mit Küstenlandschaft oder mit einem Seestück?
Man könnte die Liste der Entscheidungsmöglichkeiten nahezu endlos weiterführen.

Aber zurück zum Maßstab, der bei allem Modellbau der Maßstab für Gelingen oder Misslingen eines Modells ist.
Eigentlich ist ein Maßstab eine simple Angelegenheit. Er regelt, in welchem Verhältnis die Miniaturisierung erfolgt. Ein gängiger Maßstab für Modellbausätze von großen Schiffen ist beispielsweise 1:700. Das bedeutet, dass 700 Zentimeter des Originals einem Zentimeter des Modells entsprechen.

Das sind nach Athen getragene Eulen? – Ja und nein. Natürlich ist klar, was solch ein Maßstab mathematisch bedeutet. Nur die Hersteller von Modellbausätzen vergegenwärtigen sich nicht in allen Fällen diese Tatsache.
Herstellern von Bausätzen ist völlig klar, dass jeder Modellbauer, auch der Anfänger, sich an Details erfreut. Ganze Diskussionen entstehen in Magazinen und auf Modellbauforen im Internet über solche Details: Stimmen die Schornsteine? Wie viele Ruderbänke hatten die Beiboote denn nun wirklich? Fehlt da nicht ein Bullauge?

Die Miniaturisierung bringt es mit sich, dass bestimmte Details verschwinden müssen – oder müssten. Nieten von normaler Größe etwa sind im Maßstab 1:700 nicht darstellbar. Dennoch gibt es Modellbausätze, etwa von Schlachtschiffen, mit nietenübersäten Schiffsrümpfen. Was bleibt einem gewieften Modellbauer übrig, bekommt er solch einen Bausatz in die Hand, als zum feinen Schmirgelpapier zu greifen und sich mit aller gebotenen Vorsicht ans Werk zu machen?
Schlimmer trifft es die Modellsegelschiffbauer: Sie haben, da die Originale kleiner sind als bei Schlachtschiffen, zwar mit einem größeren Maßstab zu tun, beispielsweise 1:96, doch wenn ein Bausatzhersteller meint, er müsse in die Planken eine Holzmaserung eingravieren, wären das im 96-fach größeren Original tiefe Risse, in denen die Schiffskatze ein ruhiges Plätzchen für den Nachmittagsschlaf fände.

Der Modellbauer freilich verzweifelt daran und würde sich am liebsten mit einem Modellstrick an der nächsten Modellrah aufknüpfen, denn was soll er tun? Da hilft kein Schmirgelpapier, weil die Pseudo-Maserung ja eingefräst ist. Die bekommt man nur mit dem vorsichtigen Auftragen eines Füllmaterials und einer entsprechenden Bemalung weg. Modellbauermühsal vom Feinsten ist das!

Aber der Maßstab hält noch andere Tücken bereit.
Die schlimmste davon ist die Dicke der Seile, also, bei Modellen von Segelschiffen, die naturgemäß am meisten davon haben, des stehenden und des laufenden Guts. Das kommt nahezu nie ganz hin. Der Betrachter kann das rein optisch überprüfen: Man stelle sich vor dem geistigen Auge vor, wie groß in etwa ein Mensch auf dem Modell wäre, und dann, wie groß ungefähr seine Hände wären. Könnten diese Hände das Tau noch packen, oder wäre es so dick wie ein mittlerer Baumstamm?

So sind die einschlägigen Magazine und Internetseiten voll mit Tipps, wie man das Seilproblem in den Griff bekommt. Hier schlägt einer einen bestimmten Zwirn vor, dort meint ein anderer, am besten wäre, einen normalen Zwirn aufzuzwirbeln und nur einen Strang zu verwenden. Ein dritter scheint das Ei des Kolumbus gefunden zu haben: Das Haar von Perücken eines bestimmten Herstellers käme bei einem bestimmten Maßstab ganz genau hin.

Ja, sicher: Das ist der Moment, da man als Nicht-Modellbauer die Augenbrauen fragend in die Höhe zieht. Andererseits: Wer hat sich, abseits des Modellbaus, noch nie in ein Detail verrannt? Eine ganz bestimmte Aufnahme von Dizzy Gillespie muss es sein, die von einem ganz bestimmten Tag. Klassikliebhaber sind nicht anders: Ludwig van Beethovens Fünfte Sinfonie unter Herbert von Karajan allein genügt nicht. Man will die aus Moskau vom 28. Mai 1969. Schon einmal mit einem Weinkenner gesprochen? Mit einem Whisky-Experten?
Es geht um die Befriedigung einer ganz bestimmten Sehnsucht. Beim Modellbauer besteht sie in der größtmöglichen Genauigkeit. Wie die zu erreichen ist, ist eine Frage der Einstellung.

Viele Modellbauer nützen vorgefertigte Bausätze: Die Regel lautet, dass Plastik-Spritzgussmodelle, etwa von Revell oder Heller, die Anfangsstufe sind. Modelle aus dem Kunstharz Resin von Herstellern wie Zvezda oder Trumpeter gelten als Stoff für Fortgeschrittene, und noch weiter Fortgeschrittene wagen sich an Modelle aus Holz oder mit großem Holzanteil oder aus anderen Materialien halbfertig vorgeformte Modelle.
Ganz stimmt die Regel nicht, denn man bekommt verhältnismäßig einfach zu bauende Resin-Modelle ebenso wie Spritzguss-Modelle, die selbst Expertenfingern einige Kunstfertigkeit abverlangen. Die Königsdisziplin ist der Modellbau ohne Bausatz nur nach Plan mit selbstgewählten Materialien. Und, ja, tatsächlich: Das können, gerade bei Modellen von alten Segelschiffen, Zündhölzer sein, und zwar nicht etwa, weil das eine besondere Herausforderung wäre, sondern weil das Zündholz in einem bestimmten Maßstab am ehesten der Breite von Schiffsplanken entspricht.

Schon sind wir wieder beim Imperator Maßstab, der sein Reich des Modellbaus mit eiserner Hand regiert. Einen seiner Untertanen brachte er auf eine brillante Idee: Er fertigte, weil er mit der Vorgabe des Bausatzes unzufrieden war, das Deck des österreichischen Schlachtschiffs "Viribus Unitis" aus Spaghetti, natürlich im Rohzustand. Die Nudeln, in entsprechende Plankenlänge geschnitten, verklebt und glattgeschmirgelt, zeitigten seiner Meinung nach ein geradezu perfektes Ergebnis. Zum Mittagessen gab’s dann wohl Pizza.

Bei solchen modellbauerischen Genieblitzen bleibt es nicht, wenn das Modell Teil eines Dioramas werden soll. Denn was nützte das schönste Schiffsmodell, wäre alles andere falsch?
Diorama bedeutet, dass man quasi das Land- oder Seestück samt dem zentralen Blickfang, eben dem Modell, so weit wie möglich originalgetreu gestaltet. Schiffe aus Eisen und Stahl haben rostige Stellen, bei Holzschiffen sehen die Planken ungleichmäßig beansprucht aus. Wieder will mit maßstabsmäßigem Fingerspitzengefühl vorgegangen sein, sonst wird aus dem Modell der "Bismarck" vor lauter Rost ein schwimmender Schrotthaufen, und der "Cutty Sark" würden die Segel glatt die morschen Maste brechen und sie in die tobende See stürzen.
Sowieso: die Wellen, die Gestalt des Wassers…

Modellbauer, die sich auf Schiffsdioramen spezialisieren, studieren nicht nur die Schiffe, sie studieren ebenso den Wellengang, um ihn mit Silikon oder klarem Leim nachzugestalten. Das Auge des Kenners sieht sofort, wenn ein Wetter- und Wasserkundiger am Werk war oder einer, der zwar weiß, wie man eine Modellfregatte takelt, nicht aber, woher der Wind weht. Zum Beispiel: Stehen die Segel richtig gebläht im Verhältnis zum Wellengang?

Die Details machen es aus: Hier entspricht sogar die Dicke der Taue dem Maßstab. 
- © EyeEm / Getty Images

Die Details machen es aus: Hier entspricht sogar die Dicke der Taue dem Maßstab.

- © EyeEm / Getty Images

Wieder heißt es, gerade bei Dioramen: Der Maßstab macht’s. Jetzt geht es nicht nur um die Dicke der Taue, sondern um die Größe der Schiffsbesatzung, um die wehenden Flaggen, um die Höhe eines eventuellen Leuchtturms oder eines Hafenkrans. Ist der Lastwagen am Kai nicht eine Spur zu groß im Verhältnis zum Container? Der Modellbauer misst mit geeichten Gerätschaften alles akribisch nach. Eine Abweichung um einen Millimeter wäre bei einem Maßstab 1:700 ein Fehler von sieben Zentimetern. Kein ernsthafter Modellbauer kann das akzeptieren. Kompromisse macht man nur, wenn es gar nicht anders geht. Die Dicke eines Segels im kleinen Maßstab richtig hinzubekommen wird wohl ein Ding der Unmöglichkeit bleiben.

Eine ganze Miniatur-Industrie befasst sich mittlerweile mit Modellbau-Zubehör: Personen, Bäume, Sträucher und Hecken, Autos, Rettungsringe, Anker, sogar Flugzeuge (für Modelle von Flugzeugträgern oder Großkampfschiffen, die Aufklärungsflugzeuge an Bord haben), Benzinkanister, natürlich Flaggen und Hoheitsabzeichen, sogar Relingteile, und alles in den entsprechenden meistverwendeten Maßstäben. Ob man nun Flugzeuge oder Schiffe, Eisenbahnen oder Autos oder gar Panzer ins Diorama setzt: Alles ist da, um die verzwergte Welt so natürlich wie möglich aussehen zu lassen.

Und jetzt, da alles fertig ist, da die Modellzüge über Modellbrücken, durch Modellstädte und Modellwälder brausen, da das Modellflugzeug gerade von der Modellpiste abhebt und ein Modellmotorradfahrer dem Modellpiloten zuwinkt, da Modellarbeiter den Modelldreimaster im Modellhafen unter den strengen Augen des Modellkapitäns entladen und man sich als Betrachter nur fragt, wo denn die Modellmöwe schwimmt (ah ja, da hinten hockt sie auf dem Modellrettungsring an der Modellreling) – da fragt man sich: Wozu das Ganze?

Freilich gibt es Modelle, die eine Funktion haben: Sowohl Flugzeuge als auch Schiffe werden mit Modellen auf ihre Flug- oder Schwimmeigenschaften getestet, und Architekten erstellen Modelle ihrer Bauwerke, um den Geldgebern plastisch vor Augen zu führen, welche Gestalt ihre Investition annehmen wird. Aber das ist etwas anderes als der Modellbau im Bereich von Eisenbahn, Schiff, Flugzeug und so weiter.

Was macht die Freude an diesen Modellen aus? Ist es die Überschaubarkeit der verkleinerten Welt? Die Beherrschbarkeit? Oder ist es gar eine Art göttlicher Funke: der Modellbauer als Schöpfer einer Welt? Der Betrachter bewundert all die Details, die solch ruhige Hand, so viel Zeit und, ja: Liebe brauchen. Liebe zu einem Hobby, das zu den unnotwendigsten überhaupt gehört.
Und das doch die Augen leuchten lässt und Freude spendet – und damit so notwendig ist wie alles, was die Seele tanzen lässt.