Das Weltall, unendliche Weiten - und viele physikalische Phänomene, von denen man einige im "Weltraum-Labor" vom Spieleverlag Jumbo nachvollziehen kann. Wer sich lieber erdnahen Wissenschaftsphänomenen widmen will, kann dies mit dem "Magnetlabor" tun. Faszinierend sind aber auch das "Regenbogenlabor" und das "Wissenschaftslabor".

Die Namen dieser Experimentierkästen erklären sich dabei von selbst. Im "Regenbogenlabor" kann man zum Beispiel mit Salz einen Regenbogen zaubern, im "Wissenschaftslabor" werden ein schwebendes Gespenst, ein Reagenzglas-Kaleidoskop oder ein Flummi hergestellt. Im "Magnetlabor" geht es - erraten - um die Faszination des Magnetismus.

Blick in den Nachthimmel und eine fliegende Rakete

Und auch das "Weltraum-Labor" hält spannende Experimente bereit: zum Beispiel eine Anleitung für eine Rakete, die mit Überdruck funktioniert (ja, im Weltraum herrscht ein Vakuum, aber das wäre wohl im Aufbau zu komplex) und wirklich durch die Luft düst, wenn man genug von selbiger hineinpumpt (der elektrische Kompressor schlägt hier eindeutig die empfohlene Handpumpe). Nach dem gleichen Prinzip kann man auch Aliens durch den Raum fliegen lassen. Und mit der Flasche, die das Herzstück der Rakete bildet, kann man auch ein Experiment zur Oberflächenspannung ausprobieren.

Außerdem wird im Begleitheft zum Beispiel erklärt, wie Tag und Nacht oder die Jahreszeiten entstehen. Mit einem Sonnenstab kann man den Schattenwurf unseres Heimatsterns nachvollziehen, außerdem gibt es die Planeten unseres Sonnensystems als Wandaufkleber.

Das Schöne an den Experimentierkästen ist, dass zwar für den Aufbau in der Regel ein Erwachsener zur Hilfestellung notwendig ist, aber die Erklärungen dazu verstehen teilweise auch schon Kindergartenkinder. Vor allem, wenn sich etwas bewegt, so wie bei den Druckluftversuchen, fasziniert das schon die Kleinsten.

Manches allerdings ist dann doch etwas schwierig, zum Beispiel das Selbstbau-Teleskop - nicht, weil es kompliziert zusammenzubauen wäre, im Gegenteil. Aber warum das Bild, das man durch die drei Linsen sieht, partout auf dem Kopf steht, erschließt sich auch nach mehrmaligem Auseinandernehmen und wieder Zusammenfügen durch die Eltern nicht. Erst eine kurze Recherche zeigt dann, dass dieser Effekt normal ist. Und wenn man in den Himmel blickt und sich einen bestimmten Stern etwas näher holen möchte, dann ist diese Spiegelung auch halb so schlimm. Wo man hinschauen muss, das zeigt eine Sternbilderscheibe, die ebenfalls im "Weltraum-Labor" enthalten ist (leider nur mit den lateinischen Namen).

Das neben der Überdruck-Rakete interessanteste Experiment im "Weltraum-Labor" ist die Wolkenfabrik, für die man ein Einmachglas, Eiswürfel und Haar- oder Deospray benötigt. Das klappt allerdings nicht unbedingt sofort und braucht mitunter ein paar Anläufe. Ganz so plastisch wie auf der Zeichnung schaut die Wolke dann natürlich nicht aus. Trotzdem macht auch dieses Experiment Spaß, wenn es klappt. Das Gleiche gilt für die "lebendige Lava", die man mit dem "Wissenschaftslabor" erschaffen kann.

Zwölf Experimente zu den Regenbogenfarben

Auch die anderen Experimentierkästen sind voller kinderleichter Versuchsanordnungen. Und es ist erstaunlich, wie viele Experimente man alleine zu den Regenbogenfarben machen kann (nämlich zwölf). Beim "Magnetlabor" macht vor allem das Rennauto, das man berührungslos lenken kann, Spaß, aber auch ein Schwebetrick. Und mittels Magneten lässt sich auch das Geräusch einer Klapperschlange nachmachen. Gute Unterhaltung ist da garantiert.