Alles hat zwei Seiten, auch die Karten bei "Rainbow". Das neue Spiel aus dem Hause Piatnik sieht ja wunderschön aus mit den vielen bunten Farben. Doch es hat ein enormes Frustpotenzial. Denn dass man die falsche Farbkarte erwischt und damit die Runde verliert, ist eigentlich aufgelegt. Das Prinzip des Spiels ist nämlich, dass man zwar die Vorderseite, aber nicht die Rückseite der eigenen Karten kennt und bei jedem Zug entscheiden muss, mit welcher Seite nach oben man sie ablegt. Zusätzlich muss beim Ablegen eine auf dem Tisch liegende Karte vorher umgedreht werden.

Das, kombiniert mit der Vorgabe, dass keine Karte doppelt aufliegen darf (Ausnahme: Weiß) und man bei einer schwarzen sowieso verloren hat, macht das Spiel zu einer echten Übung in Sachen Selbstkontrolle. Denn spätestens nach der dritten Runde, die man verloren hat, möchte man die ganzen depperten Regenbogenfarben dem Gegenüber einfach um die Ohren hauen. Oder man übt sich stattdessen in Geduld und Konzentration und merkt sich die vielen unterschiedlichen Farben, die man beim Ablegen und Umdrehen so sieht.