Kooperative Spiele liegen derzeit im Trend. Und kooperativer geht eigentlich gar nicht als in "Cartaventura" aus dem Hause Kosmos: Da ist es nämlich völlig egal, ob man alleine oder zu fünft spielt, weil es nur eine Hauptfigur gibt, die sich durch die Abenteuerkarten kämpft.

In "Cartaventura - Vinland" beginnt man im Jahr 985 als Leif Eriksson, der den Namen seines Vaters, Eriks des Roten, reinwaschen will. Und als solcher steht man gleich einmal vor der ersten Entscheidung: Welchem Gott soll Leif ein Opfer darbringen, um seine Gunst zu erlangen: Tyr, Loki oder Thrud? Den richtigen zu erwischen, kann sich später als lebensrettend erweisen. Und schon geht es weiter: Folgt man der Raben- oder der Wolfsspur? Nimmt man direkt am Altthing teil oder sucht man sich vorher Verbündete? Schlägt man sein Lager abseits oder direkt in der Siedlung auf? Konvertiert man zum christlichen Glauben oder bleibt lieber doch den alten Göttern treu?

Die 70 Karten bieten bis zu fünf verschiedene Enden. - © Kosmos
Die 70 Karten bieten bis zu fünf verschiedene Enden. - © Kosmos

Jede Entscheidung zieht einen anderen Verlauf der Geschichte nach sich, die schlimmstenfalls sehr früh mit Leifs Tod endet oder aber zu einem guten Ende kommt beziehungsweise zu einem neuen Abenteuer führt, das dann seine Schwester Freydis erlebt.

In "Cartaventura - Lhasa" wiederum flüchtet sich ein Kriegsberichterstatter 1916 vom Elend der Schlacht von Verdun nach Fernost und begibt sich auf die Spuren der Reiseschriftstellerin Alexandra David-Néel, die Tibets Kultur und den Buddhismus erforscht hat. Über Colombo und Indien geht es in Richtung Himalaya - doch es gibt zahlreiche Hürden, und der Reporter wird unter anderem auch mit den Zuständen auf den Teeplantagen konfrontiert.

In "Cartaventura - Oklahoma" (erscheint im Herbst) schlüpft man in die Rolle von Bass Reeves (1838 bis 1910), dem ersten afroamerikanische Sheriff der USA und früheren Sklaven, der in seiner langen Karriere mehr als 3.000 Kriminelle verhaftete. Doch bis dahin ist es ein steiniger Weg.

Alle drei Spiele haben gemeinsam, dass sie auf realen Personen basieren. Und zusätzlich zu den jeweils 70 Karten gibt es auch eine kurze historische Erläuterung. Die Regeln erklären sich aus dem Spiel heraus, man kann also einfach mit der ersten Karte losstarten. Der Rest ergibt sich von selbst - und hängt allein von den Entscheidungen der Spieler ab.