Stegosaurus, Triceratops, Pteranodon und natürlich Tyrannosaurus Rex: Mit diesen vier Riesenviechern bekommen es jene Wagemutigen zu tun, die sich auf die Isla Nublar wagen, wo einst der schrullige John Hammond seinen "Jurassic Park" errichtete, ehe das ganze Projekt aus dem Ruder lief. Sechs Kino-Blockbuster später schickt nun auch Spieleautor Marco Teubner für den Verlag Schmidt Spiele bis zu vier Abenteurer auf das Eiland, das die Dinosaurier mittlerweile für sich erobert haben. Es gilt, sich nach einem Vulkanausbruch von der Südspitze her in nördlicher Richtung vorzuarbeiten, um wichtige Unterlagen und Materialien zu bergen.

Je nach Spielvariante tut man das einfach so oder agiert im Auftrag dreier verschiedener Parteien: Da ist zum einen das nach seinem Gründer benannte Hammond Creation Lab, das die Dinos einst auf der Isla Nublar gezüchtet und weiterentwickelt hat. Aber auch das von John Hammond gegründete Labor International Genetic Technologies (InGen), der Betreiber von "Jurassic World", dem zweiten Dino-Park, spitzt auf die wertvollen Forschungsergebnisse.

Und dann ist da noch die Dinosaur Protection Group: Das sind Aktivisten und ehemaligen Mitarbeiter der "Jurassic World", die sich dem Schutz der Dinosaurier verschrieben haben und eine weitere kommerzielle Verwertung der Riesenechsen verhindern wollen. Ian Malcolm oder Alan Grant werden hier zwar nicht explizit erwähnt, aber man darf davon ausgehen, dass sie die Dino-Retter auf jeden Fall unterstützen.

Camps bauen und vor den Dinosauriern schützen

So spektakulär wie die sechs Kinofilme ist das Deckbuilding-Brettspiel "Jurassic World - Rückkehr zur Isla Nublar" natürlich nicht. Niemand wird gefressen, die Dinos (in Form kleiner Holzfiguren) fressen bloß die Vorräte weg oder zerstören die Camps, wenn sie auf die entsprechenden Felder kommen. Gespielt wird ausnahmslos mit Karten, die gezogen und abgelegt werden, wobei jeder Spieler sein eigenes Kartendeck hat.

Mit diesen Karten verteilt man einerseits zunächst Ausrüstungskisten auf der Insel und baut in weiterer Folge seine Lager auf (je mehr, desto besser, und für bestimmte Platzierungen und Kombinationen gibt es Extrapunkte), andererseits lässt man auch T-Rex und Co. damit los - und zwar tunlichst nicht auf die eigenen Camps, sondern auf die der anderen. Wer sich hier mit der passenden Aktionskarte ausgerüstet hat, kann sein Lager vor einem solchem Angriff schützen.

Der Spielablauf ist nur auf den ersten Blick etwas unübersichtlich, trotzdem ist das Mindestalter von 10 Jahren gut gewählt. Nicht, weil das Spiel so brutal oder nervenaufreibend wäre, aber weil sich jüngere Spieler wohl rasch langweilen würden. Für ältere hingegen bietet es viele Möglichkeiten, zu taktieren, herumzuprobieren und Lücken zu suchen zwischen den Schneisen der Verwüstung, die die vier Dinos über die Insel ziehen. Deren recht starre Bewegungsmuster kommen den Spielern dabei natürlich entgegen. Hier würde etwas mehr Flexibilität für mehr Action sorgen - wie im Film halt.