Neun verdeckte Karten auf dem Tisch und zwei bis vier offene Karten (je nach Anzahl der Spieler) in der Hand: So beginnt das fröhliche Landschaften-Legen in "Abrakadabrien". Auf magische Weise entstehen hier Flüsse, Wälder, Türme und Wächter, die einem Punkte bringen, wenn man sie regelkonform gelegt hat, aus jeweils drei oder vier Zahlenkarten. Dabei gilt es sowohl eine Lege- als auch eine Zahlenreihenfolge zu beachten.

Gebaut wird, indem man in jedem Spielzug entweder eine verdeckte Karte umdreht, eine (offene oder verdeckte) Karte verschiebt oder aber zwei benachbarte Karten miteinander vertauscht. Dazu benutzt man die Karten in der Hand, die nach jedem Zug dem linken Nachbarn weitergegeben werden, woraufhin man vom rechten Nachbarn neue bekommt, mit denen man den nächsten Zug durchführt.

Wer einen Turm, einen Wald, einen Fluss oder eine Wächtergruppe fertig hat, kann eine Wertung durchführen und dabei Punkte machen. Zusätzlich zu den Geländekarten gibt es noch Schatzkarten, die als Geländekarten fungieren und in der Wertung Zusatzpunkte bringen. Die gewerteten Karten kommen auf den Ablagestapel und werden durch neue Karten von Nachziehstapel ersetzt. Ist dieser aufgebraucht, ist das Spiel zu Ende.

Verschiedene Spielvarianten sorgen für Abwechslung

Wenn man das verhältnismäßig einfache Regelwerk dann intus hat, kann einen Schritt weitergehen und die Erweiterungen hinzufügen. Da gibt es einerseits vier Geister (Turm-, Wald-, Fluss- und Wächtergeist), andererseits Auftragskarten, die vorgeben, welche Landschaft gebaut wird, und auch noch Ereigniskarten, die das Spiel ordentlich durcheinanderbringen können - zum Guten wie auch zum Schlechten. Ja, und dann kann man auch noch verschiedene die Spielvarianten ausprobieren: In "Zeiten des Konflikts" spielen die Wächter eine große Rolle, weil sich nicht nur der entsprechende Bonus ändert, sondern man auch mit ihrer Hilfe einem Gegner eine Karte aus seinem Gebiet klauen kann. Bei der Teamvariante spielt man - richtig geraten - in Zweier- oder Dreierteams, und die sogenannte Stressvariante sorgt für beschleunigte Abläufe.

Autor Marc-Uwe Kling hat für Kosmos hier ein Taktikspiel erfunden, das durch rasche Spielzüge ohne Wartezeiten besticht und in seinem einfachen Aufbau doch ganz schön gefinkelt sein kann. Und die Illustrationen von Johannes Lott sorgen für eine ansprechende Optik.•