- © FlyNiki
© FlyNiki

Wer kennt diese Situation nicht: Man hat einen günstigen Flug gefunden, aber der Chef hat den Urlaub noch nicht genehmigt oder die Freundin ist sich noch unsicher und die Flugbuchung muss warten. Damit der Flug auch am nächsten Tag noch zum gleichen Preis buchbar ist, räumen Niki und Airberlin neuerdings ihren Flugpassagieren für die Reiseplanung bis zu 72 Stunden Bedenkzeit ein. Das funktioniert so: Bei der hoffnungsfrohen Flugabfrage muss man neben dem ausgewählten Flug die Checkbox "Jetzt Preis sichern" anklicken, noch bevor die Buchung gestartet wird. Klingt großzügig – natürlich aber wird der Fluggast auch hier zur Kassa gebeten: Für Kurz- und Mittelstrecken-Flüge kostet diese 72-stündige Preissicherung 10 Euro, auf der Langstrecke 25 Euro pro Person. Und Achtung! Der angefragte Flug muss aktiv storniert werden, ansonsten bleibt die Reservierung bestehen und geht automatisch in eine Fixbuchung über. Die gute Nachricht: Kommt es tatsächlich zu einer Buchung, wird die Gebühr refundiert. Ändern sich die Pläne des Fluggastes jedoch, muss die Buchung über den Button "Mein Cockpit" online storniert werden. Dann werden die 10 beziehungsweise 25 Euro fällig.

Umweltschonendes Fliegen ist das Gebot der Stunde in der Luftfahrt: Neueste technische Innovation für mehr Ökoeffizienz sind die sogenannten Sharklets. Nachdem Air New Zealand die innovativen, nach oben abknickenden Flügelspitzen als Weiterentwicklung der Winglets Ende 2012 als erste Airline der Welt einführte, setzen nun auch die beiden deutschen Fluglinien Airberlin/Niki sowie die Lufthansa darauf. Die zweieinhalb Meter langen, nach oben gerichteten Verlängerungen der Flügelspitzen (sie ähneln Haifischflossen, daher der Name) reduzieren die Luftwirbel an den Tragflächen und damit den Widerstand. Die optisch prägnanten, von Airbus entwickelten Sharklets verbessern die Aerodynamik der Tragflächen signifikant und können mit einer Treibstoffersparnis von bis zu 3,5 Prozent pro Flugzeug im Jahr rund 1200 Tonnen CO2-Emissionen einsparen. Das entspricht pro Flugzeug und Jahr 55 Flügen von Berlin nach Palma de Mallorca. Dank verbesserter Auftriebswirkung kann der mit Sharklets ausgestattete Airbus zudem schneller steigen, was den Lärm am Boden reduziert.

Nach Mombasa mit Condor. - © Condor
Nach Mombasa mit Condor. - © Condor

Die Airberlin-Gruppe übernahm Ende März ihren ersten Airbus A320 mit treibstoffsparenden Sharklets, der Airbus wird als Niki-Flieger mit der Kennung OE-LER fliegen. Lufthansa verfügt seit Anfang März über den ersten Sharklets-Airbus A320. Alle 22 fabrikneuen A320, die bis Anfang 2015 zur Lufthansa kommen und ältere Flugzeuge ersetzen, werden mit dieser Neuerung ausgestattet sein.

Der soeben begonnene Sommerflugplan 2013 (Anfang April) bringt den Wienern einige neue Flugangebote: Völlig neu am Schwechat-Radar ist die griechische Minoan Air, eine 2011 gegründete griechische Airline mit Sitz in Heraklion (Kreta). Sie verbindet neuerdings dreimal wöchentlich (Mittwoch, Freitag, Sonntag) Wien mit Lugano im Schweizer Tessin (ab 130 Euro pro Strecke). Austrian Airlines stockt ihr Flugangebot von und nach Brüssel auf und bietet ab 5. Mai einen vierten zusätzlichen Flug pro Tag von Wien in die Hauptstadt der EU. Die neue Mittagsverbindung startet in Wien um 12:40 (bis 14:20), retour geht’s um 15 Uhr (bis 16:50 Uhr).

Auch in die Ferne gibt’s Neuheiten: Ab dem 16. April fliegt Air France fünfmal wöchentlich von Wien via Paris nach Montevideo, der Hauptstadt von
Uruguay. Geflogen wird mit einer Boeing 777-200 in Dreiklassen-Konfiguration mit 308 (Business Class, Premium Economy, Economy; Eco-Preis ab 1087 Euro für beide Strecken). Und wer sich bereits jetzt vor dem nächsten Winter fürchtet, kann jetzt günstig seinen Flug nach Kenia buchen: Ab Ende Dezember 2013 steuert der deutsche Ferienflieger Condor erstmals von Wien nonstop Mombasa an (einmal pro Woche, jeden Mittwoch). Der Mombasa-Flug ist oneway ab 349,99 Euro in der Economy Class, ab 599,99 Euro in der Premium Economy und ab 1099,99 Euro in der Comfort Class (jeweils oneway) zu buchen.

Artikel erschienen im "Wiener Journal" vom 12. April 2013