Es ist eines der großen Rätsel der reisenden Menschheit: Wann soll man einen Flug buchen, wann ist er am billigsten? Checkfelix, die unabhängige österreichische Reisesuchmaschine, bringt mit einer breit angelegten Analyse Licht ins Dunkel. Basis der Untersuchung waren die rund 18 Millionen Suchabfragen österreichischer User für Flüge im In- und ins Ausland im Jahr 2012.
Die Conclusio aus der Studie ist eine gute Nachricht für alle Kurzentschlossenen: Früh buchen lohnt sich nicht – zumindest was die Auslandsflüge betrifft. Wer hingegen einen Inlandsflug plant, ist am günstigsten bei einer Buchung rund acht Wochen vor Abflug dran. Ab diesem Zeitpunkt steigen die Ticketkosten kontinuierlich an, um drei Tage vor Reiseantritt auf den höchsten Wert zu klettern. Er ist dann mit durchschnittlich 285 Euro mehr als doppelt so teuer wie zwei Monate zuvor (135 Euro). Beim Ticketkauf drei Monate vor Reiseantritt ergeben sich hingegen durchschnittliche Kosten von 170 Euro für ein Hin- und Rückflugticket in Österreich.
Bei Flugreisen ins Ausland zeigt sich ein konträres Preismuster: Am teuersten kommen Flugtickets sechs Monate vor Reisebeginn, danach fallen die Preise stetig bis etwa zwei Wochen vor Abflug. Das ist bei Auslandsflügen der optimale Buchungszeitpunkt! In den verbleibenden 14 Tagen bis zur Abreise steigen die Preise wieder, erreichen allerdings nicht mehr den Höchstwert. In absoluten Zahlen: Roundtickets über die Landesgrenzen hinaus kosten sechs Monate vor Reiseantritt durchschnittlich 460 Euro. Wer die Nerven hat, bis 14 Tage vor Abflug abzuwarten, darf sich über eine Ersparnis von durchschnittlich 150 Euro gegenüber dem Höchstpreis freuen.
Um günstig zu fliegen, ist nicht nur der Buchungszeitraum ausschlaggebend, sondern auch der Wochentag: Für Inlandsflüge empfehlenswert sind der Montag für den Hinflug und der Sonntag für den Rückflug – dann sind die Ticketpreise um 33 Prozent günstiger. Am teuersten kommt ein Trip von Mittwoch auf Mittwoch (plus 48 Prozent). Kurs auf ausländische Reiseziele nimmt man am besten an einem Freitag, um an einem Montag zurückzukehren (29 Prozent Ersparnis). Bei Trips von Samstag bis Freitag hingegen zahlt man um 45 Prozent mehr.
Wenn wir schon bei Studien und Statistiken sind, hier noch ein paar interessante Zahlen – diesmal das Flugaufkommen weltweit betreffend (nach der Untersuchung "Air Traffic Travel Intelligence" von Amadeus, einem führenden Technologie-Partner der globalen Reisebranche): Das weltweite Flugverkehrs-Aufkommen ist zwischen 2011 und 2012 um fünf Prozent gestiegen. Asien ist dabei der größte, am schnellsten wachsende Markt. Interessant ist, dass sich 22 Prozent des weltweiten Flugreiseverkehrs auf lediglich 300 Strecken konzentrieren. Auf jeder fliegen jährlich mehr als eine Million Passagiere!
Wo wird am meisten geflogen? Sieben der zehn aufkommensstärksten Passagierstrecken der Welt liegen in Asien. Die Verbindung zwischen den Städten Jeju und Seoul in Südkorea ist mit 10,15 Millionen Passagieren 2012 die verkehrsreichste, gefolgt von Sapporo – Tokio (Japan) mit 8,2 Millionen Passagieren und Rio de Janeiro – São Paulo in Brasilien (7,7 Millionen). Von den zehn meistgeflogenen Strecken liegen sieben in Asien und je eine in Lateinamerika, Australien und Afrika. Europa fehlt hier ganz.
Dafür ist die Durchdringung der Low Cost Carrier in Europa am größten, im Jahr 2012 betrug der Anteil 38 Prozent des Gesamtvolumens. Spanien verfügt mit 57 Prozent über den höchsten Anteil, gefolgt von Großbritannien mit 52 Prozent.
Am meisten boomt der Nahe Osten mit den drei Flughäfen Dubai, Doha und Abu Dhabi und einem Wachstum von rund zehn Prozent pro Jahr. Der Anteil der Umsteigepassagiere liegt bei jeweils rund 50 Prozent. Die Region wird als Drehkreuz für Europa immer bedeutender: Über sie laufen 15 Prozent des Flugverkehrs zwischen Europa und dem Fernen Osten.

Info: www.checkfelix.com