Das Weingut Bründlmayer wird von österreichischen Connaisseuren und Weinpäpsten einmütig zu den besten Betrieben der Branche gezählt. Auch die internationale Presse ist voll des Lobes über die Kreszenzen aus dem Kamptaler Weingut. Mit einem Exportanteil von rund 30 Prozent behauptet sich Bründlmayer seit Jahren weltweit erfolgreich auf wichtigen Absatzmärkten.

Nicht nur mit seinen trockenen und süßen Gewächsen, sondern auch mit seinen Sekt-Kreationen hat sich das Weingut Bründlmayer nachhaltig einen Namen gemacht. So etwa erklärte der angesehene englische Weinkritiker Hugh Johnson Bründlmayers Sekt mehrfach zum "besten Schaumwein Österreichs nach der traditionellen Methode", zuletzt im soeben erschienenen Weinführer "Der kleine Johnson 2014".

Begonnen hat die Sekt-Erfolgsgeschichte vor mehr als 20 Jahren: Willi Bründlmayer wollte damals mit der neuen Produkteinführung seiner aus Frankreich stammenden Ehefrau Edwige eine Freude machen. Diese hatte eine ausgesprochene Passion für edle Champagner, weshalb Bründlmayer von Beginn an einen erstklassigen Schaumwein nach der traditionellen Champagnermethode anstrebte. Zudem wollte Bründlmayer für die Edelgastronomie am Arlberg ein hochwertiges österreichisches Produkt bereitstellen, das dem Vergleich mit französischen Vorbildern standhalten sollte.

Willi und Edwige Bründlmayer, Langenlois - © Weingut Bründlmayer
Willi und Edwige Bründlmayer, Langenlois - © Weingut Bründlmayer

Mit sorgsam gekelterten Grundweinen aus ihren Kamptaler Weingärten reisten Willi und Edwige Bründmayer zu jener Zeit in die Champagne, und zwar nach Epernay, wo sie ihren Rebensaft bei der Beratungsstelle für Champagner-Erzeuger einer strengen Prüfung unterziehen ließen. Ohne zu wissen, dass die Ehefrau des Winzers der Landessprache mächtig ist, bemerkte einer der Herren des Beratungslabors zu seinem Kollegen: "Na bravo, wenn jetzt schon die Österreicher solche Grundweine machen, dann müssen wir uns vorsehen!"

Vielleicht aber eine kleine Übertreibung, zumal Champagner als stärkste Schaumweinmarke der Welt gilt. Für die Bründlmayers war aber gerade dieser unverhofft aufgeschnappte Kommentar die endgültige Entscheidungshilfe, um das geplante Sektprojekt umzusetzen. 1989 wurde zum Geburtsjahr des ersten "Bründlmayer Brut Jahrgangssekts", der nach dreijähriger Hefelagerung 1992 erstmals präsentiert wurde.

Freilich ist man im Weingut Bründlmayer bei der Sektherstellung bis heute am Tüfteln, zumal von Jahr zu Jahr eine Menge Parameter zu berücksichtigen sind, um ein herausragendes Produkt zu generieren. So etwa kommt es bei der Lese darauf an, dass sie exakt zum richtigen Zeitpunkt durchgeführt wird. Ist man zu früh dran, dann schmeckt der Wein zu hart und sauer, bei zu später Lese gerät der Grundwein zu weich und zugleich zu kräftig. Auch bei der Zugabe der sogenannten Tirage (Zucker und Hefe) vor der Flaschengärung und der Dosage (Hinzufügung einiger kleinen Quantität eines Likörs, der immer ein Geheimrezept ist) nach dem Degorgieren (Abziehen der Hefe) kommt es auf Erfahrung und Fingerspitzengefühl an. Die im Lauf der Jahre gesammelten Erfahrungen trugen zur immer höheren Produktqualitäten bei.