Klagenfurt. (kathpress) Der Kärntner Diözesanadministrator Engelbert Guggenberger hat mehrere Änderungen im Bistum und in der Diözese Gurk-Klagenfurt für die Zeit der Sedisvakanz (für Bischof Alois Schwarz , der mit 1. Juli nach St. Pölten gewechselt ist, gibt es noch keinen Nachfolger) verfügt. Das Bistum und die Finanzkammer der Diözese werden unter neue Führung gestellt, die wirtschaftlichen Erträge des Bistums zweckgewidmet für die Seelsorge der Diözese und die Entscheidungs- und Kontrollgremien von Diözese und Bistum miteinander verschränkt. Das teilte die diözesane Pressestelle am Dienstag mit. Als weitere Maßnahme soll ab 2019 erstmals auch ein Jahresrechnungsabschluss des Bistums und somit des bischöflichen Mensalguts sowie des Domkapitels präsentiert werden.

Guggenberger habe die Maßnahmen in Absprache mit dem Domkapitel getroffen und auf die Dauer des unbesetzten Kärntner Bischofsstuhls beschränkt, geht aus der Mitteilung hervor. "Über die Zeit danach hat der neue Bischof zu entscheiden", heißt es weiter. Basis für die Veränderungen seien die Zahlen und Daten, welche die externe Prüfung der Diözese ermittelt habe, sowie auch Feststellungen der "Arbeitsgruppe Bistum". Das Prüfungsergebnis hätte am Dienstag der Öffentlichkeit präsentiert werden sollen, was jedoch auf Weisung aus dem Vatikan abgesagt wurde; anstelle dessen wurde der Bericht der "Arbeitsgruppe Bistum" zu einer ersten Prüfung an die römische Bischofskongregation übermittelt.

"Kein schuldhaftes Verhalten der ausscheidenden Amtsträger"

Bei den personellen Veränderungen wies Guggenberger ausdrücklich darauf hin, dass sich in der nicht veröffentlichten Wirtschaftsprüfung "kein wie immer geartetes, persönlich schuldhaftes Verhalten der beiden ausscheidenden Amtsträger" gezeigt habe. Dies betreffe einerseits den wirtschaftlichen Geschäftsführer des Bistums, Andreas Maier, der seine Funktion an den Ökonom des Gurker Domkapitels, Stiftspfarrer Gerhard Christoph Kalidz, übergibt. Ihm zur Seite stehen Georg Rösslhuber für den Forstbereich, Michael Frohnwieser und Franz Resch für den Hotelbereich St. Georgen sowie Franz Schils für den Bereich Bildungshaus St. Georgen. Auch der diözesane Finanzkammerdirektor Walter Walzl legt seine Funktion zurück, wobei bis auf weiteres der frühere Finanzkammerdirektor und Ökonom der Diözese, Franz Lamprecht, diese Aufgaben übernimmt.