Wien. (dg) Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) warnt vor Verletzungen beim Rodeln und empfiehlt das Tragen eines Helms. Jährlich würden sich 2000 Menschen beim Rodeln verletzten. Jeder Vierte ist dabei ein Kind, heißt es in einer Aussendung dazu. "Durch das Tragen eines Helms können Unfälle zwar nicht verhindert, jedoch deren Schwere um ein Vielfaches verringert werden. Ein Helm bewirkt, dass ein Unfall mit potenziell schwerwiegenden Folgen zu einem leichten Unfall wird", sagt Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Haushalts-, Freizeit- und Sportsicherheit im KFV.

Beim Großteil der Verletzungen handle es sich um Knochenbrüche sowie Sehnen- und Muskelverletzungen. Immer wieder komme es aber auch zu schweren Kopfverletzungen. Zusammen mit dem österreichischen Rodelverband hat der KFV nun zehn Regeln für sicheres Rodeln erarbeitet. Diese sind auf 100 Rodeltafeln österreichweit beschrieben. Neben einer guten Ausrüstung wird empfohlen, die Geschwindigkeit an das Können anzupassen und Gefahrentafeln zu beachten.

Lawinengefahr "mäßig" hoch

Indes wurde pünktlich zum Ferienstart die Lawinengefahr in Niederösterreich von der Stufe drei auf die Stufe zwei - mäßige Lawinengefahr - herabgesetzt. "Zum Teil kann noch die geringe Zusatzbelastung eines einzelnen Tourengehers zu einer Schneebrettauslösung führen", teilte der niederösterreichische Warndienst mit.

Als Hauptproblem gelte es weiterhin, den Triebschnee in den Ostseiten sowie frische Verfrachtungen in kammnahen Nordhängen zu beachten, hieß es im Lawinenlagebericht. Gefahrenstellen waren vor allem in Einfahrtsbereichen zu Rinnen und Mulden sowie hinter Geländeübergängen zu finden.

Weiterhin angespannt ist die Lage im Westen des Landes. Am Freitag wurde bei einem Lawinenabgang auf der Tiroler Brennerstraße bei Mühlbach ein Pkw teilweise verschüttet. Ein zehn Meter breites Schneebrett hatte sich gelöst.

Im Süden des Landes sorgen die starken Schneefälle für Verkehrsbehinderungen. Für höher gelegene Passstraßen in den Karnischen Alpen und Karawanken wurde am Freitag eine allgemeine Kettenpflicht verhängt. Auf der Alpensüdseite werden für das Wochenende starke Niederschläge und Schneetreiben erwartet. Die Schneefallgrenze sinkt dabei auf unter 1000 Meter. Damit sind auch Verkehrsbehinderungen und längere Anreisezeiten in die Skigebiete möglich.