FPÖ-Verkehrssprecher Herbert Madejski bezweifelt, dass die betroffenen Ampeln "überhaupt jemals umgeschaltet wurden". Für ihn herrscht auf Wiens Straßen ein "rechtliches Nirwana". Besonders grotesk sei die Situation auf jenen Straßen, die wieder das alte Tempolimit erhalten sollen. "Dort gilt noch Tempo 50, solange die entsprechenden Tafeln nicht wieder aufgestellt sind", erklärt Madejski. Weil die Ampeln schon wieder beziehungsweise noch immer auf Tempo 60 oder 70 eingestellt seien, stünden Autofahrer vor dem Problem, "dass sie schneller als 50 km/h fahren müssen, wenn sie von der versprochenen grünen Welle etwas haben wollen".

Schwierigkeiten ergeben sich auch am Stadtrand: Die Stadtgrenzen sind zwar ausgeschildert, fehlende Geschwindigkeitsbeschränkungen verleiten den Lenker jedoch dazu, das Tempo auf 100 Stundenkilometer - wie auf der Freilandstraße erlaubt - zu erhöhen.

Dies kann trotz der fehlenden Hinweise zu einer Bestrafung führen, wie Erich Grünsteidl von der MA 46 (Verkehr) erklärt. Denn innerhalb der Landesgrenzen, die sich in diesen Fällen nicht mit der Stadtgrenze decken, gilt die Zonenbeschränkung auf Tempo 50. Schneller fahren darf man erst dann, wenn diese mit einem eigenen Schild aufgehoben ist. Um diese Unklarheit zu beseitigen, werden bis kommenden Mittwoch entsprechende Hinweistafeln aufgestellt, verspricht Grünsteidl.