Gland. Die Zahl der vom Aussterben bedrohten Arten hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) zählt in der Neubewertung ihrer Roten Liste der gefährdeten Arten 3801 Exemplare auf, sowohl Tiere als auch Pflanzen. In der Liste des vergangenen Jahres waren es noch 3565 gewesen. Besonders Amphibien gelten als hochgradig gefährdet, nicht weniger als 41 Prozent des Bestands sind laut IUCN bedroht.

Doch es gibt auch Hoffnung beim Artenschutz. Als Beispiel für eine gelungene Rettung einer gefährdeten Spezies sieht die Union etwa die Antilope Arabische Oryx. Diese einst nur auf der Arabischen Halbinsel vorkommende Art war bis zu ihrer fast völligen Ausrottung gejagt worden. Das letzte freilebende Tier soll 1972 erschossen worden sein. Danach überlebten Exemplare nur noch im Zoo, bis sie wieder in freier Wildbahn ausgesetzt wurden. Dass es sie wieder gebe, sei "eine wahre Erfolgsgeschichte der Umwelterhaltung", betonte der IUCN-Experte Razan Khalifa Al Mubarak.