Das Gerät, ein so genanntes Long Range Radar, steht auf dem Kolomansberg an der oberösterreichisch-salzburgerischen Landesgrenze bei Thalgau und "leuchtet" den Luftraum in einem Umkreis von 450 Kilometer aus.

Anders als in den USA am 11. September 2001 würden damit auch von Terroristen gesteuerte Flugzeuge rasch erkannt, schilderte gestern der Kommandant der Luftraumüberwachung Österreichs, Brigadier Karl Gruber. "Schon beim geringsten Verdacht auf Terrorismus wird ein Alarmstart der Draken ausgelöst", betonte Gruber.

Die Vorteile der Anlage, die 25 Mill. Euro gekostet hat und von der italienischen Firma Alenia Marconi gefertigt wurde, sind v. a. die große Reichweite (die bisherigen Radars hatten einen Radius von etwa 300 Kilometer) und die hohe Zahl von Frequenzen (90), die eine Erkennung von Flugzeugen auch bei Störversuchen ermöglicht.

Sechs Mal in der Minute macht die neun Meter lange Antenne, die von einer Kuppel mit 19 Metern Durchmesser vor Wind und Wetter geschützt wird, eine volle Umdrehung. Das Long Range Radar aus Neapel entwickelt sich inzwischen zum europäischen Standard-Radar.

Insgesamt besteht Österreichs Luftraumüberwachung aus drei älteren fixen Radar-Anlagen (Voralpe zwischen Kärnten und Steiermark, Seinmandl in NÖ und Kolomansberg), dem Long Range Radar auf dem Kolomansberg sowie vier mobilen Anlagen.