Das Projekt sei erfolgreich gewesen, erzählt Vincze. Die Senioren haben den Roboter gut angenommen. Er betont aber: "Menschen können sie nicht ersetzen. Roboter sind Helfer, nicht Abnehmer", erklärt der Professor. Derzeit werde daran gearbeitet die Fingerfertigkeit zu verbessern. In ein paar Jahren werde es möglich sein, dass er den Tisch abräumt, Gegenstände in ein Regal schlichtet, den Kühlschrank einräumt. Technisch sei heute schon viel möglich, doch es fehle das Geld für die Entwicklung.

Eine wichtige Funktion von Robotern im Pflegebereich ist Kommunikation, vor allem bei Demenzkranken. Die ständige Wiederholung gehört zu den anstrengendsten Dingen im Beruf eines Pflegers. Bei dieser Arbeit unterstützt ihn nun der Roboter. "Der Roboter ist geduldig. Er wiederholt Fragen und Antworten, so oft die Patienten es brauchen", sagt Vincze.

"Meine Frau ständig zu erinnern, das ist meine Aufgabe", sagt Friedrich Mulzet. "Ich muss schauen, dass sie geistig aktiv bleibt, dass sie sich nicht zurückzieht, bereit ist, gewisse geistige Aktivitäten zu setzen." Nach dem Besuch von Pepper wurde Monika Mulzet von einer Neurologin getestet. Die 79-Jährige schnitt besser ab als noch vor einem Jahr. "Das ist erfreulich, weil sie Erfolg hat", sagt ihr Mann.

Er schüttelt den Kopf. "Man prophezeit mir immer, das Ende ist schrecklich." Friedrich Mulzet blickt auf seine Frau. "Ich glaube aber nicht daran."