Obdach/Melk/Deutschkreuz. Gewitter und teils starker Wind haben am Samstagabend Überschwemmungen und Verwüstungen in Österreich hinterlassen.

Die obersteirische Gemeinde Obdach (Bezirk Murtal) wurde zum Katastrophengebiet erklärt. Umfangreiche Arbeiten sind nötig, um die auf einer Länge von einem Kilometer weggerissene Gemeindestraße zu sanieren, teilte Katastrophenschutzreferent Michael Schickhofer (SPÖ) am Sonntag mit. Die abgeschnittenen Gehöfte sollen schnellstmöglich wieder erreichbar sein.

Im Burgenland musste die Feuerwehr in der nacht auf Sonntag 20 Mal ausrücken. Am stärksten betroffen waren nach Angaben der Landessicherheitszentrale der Raum zwischen Lutzmannsburg und Deutschkreutz im Bezirk Oberpullendorf. Vereinzelte Einsätze gab es darüber hinaus in allen Landesteilen.

Die Feuerwehr verrichtete unter anderen Abpumparbeiten. - © APAweb/BFV Voitsberg
Die Feuerwehr verrichtete unter anderen Abpumparbeiten. - © APAweb/BFV Voitsberg

Neben Pumparbeiten wurde die Beseitigung umgestürzter Bäume vorgenommen, zudem mussten sich die Helfer um umgefallene Bauzäune kümmern. Die Feuerwehren Neusiedl am See und Purbach wurden zu zwei Bootsbergungen auf dem Neusiedler See alarmiert.

Auch in Teilen Niederösterreichs musste die Feuerwehr am Samstagabend nach einem Gewitter ausrücken: Am meisten zu tun gab es für die Helfer in den Bezirken Melk und Neunkirchen. Insgesamt waren rund 300 Feuerwehrleute im Einsatz.

Die Regenfälle haben Höfe unter Wasser gesetzt. - © APAweb/BFV Voitsberg
Die Regenfälle haben Höfe unter Wasser gesetzt. - © APAweb/BFV Voitsberg

Neben Auspumparbeiten galt es, umgefallene Bäume zu beseitigen. Auch einige leicht vermurte Straßen und durch starken Wind umgestürzte Plakatwände beschäftigten die Feuerwehren.