Guttaring. Bei dem Opfer des Sprengstoffangriffs in Guttaring Dienstag früh handelt es sich um eine 29 Jahre alte Frau. Laut Polizeisprecherin Waltraud Dullnigg hatte es an der Wohnungstür der Frau geläutet. Sie ging hinaus und sah einen Karton am Boden stehen. "In dem Moment hat es auch schon gekracht", so Dullnigg.

Die 29-Jährige erlitt bei der Explosion so schwere Verletzungen, dass sie mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus nach Graz geflogen werden musste. Die Frau hat drei Kinder, zwei davon befanden sich zum Zeitpunkt des Angriffs bei ihr in der Wohnung, das dritte war in der Schule. Vom Täter gab es vorerst nur die vage Beschreibung eines Mannes mit Kapuze. Dass es sich um den Ex-Mann der Frau handeln könnte, war vorerst nicht verifizierbar, die Vermutung liege jedoch nahe.

Großfahndung läuft

Die Polizei leitete unmittelbar nach dem Zwischenfall eine Großfahndung ein. Die Cobra rückte aus, ein Polizeihubschrauber wurde ebenso eingesetzt wie die Diensthundestaffel. Auch sprengstoffkundige Beamte waren am Tatort, einem Mehrparteienhaus im ländlichen Guttaring, etwa 20 Kilometer nordöstlich der Bezirksstadt St. Veit/Glan, im Einsatz. Vom mutmaßlichen Täter fehlte vorerst allerdings jede Spur. (apa)