Zum Teil hefige Schneefälle in Süd- und Westösterreich haben seit der Nacht auf Mittwoch in vielen Regionen zu Verkehrsbehinderungen sowie Stromausfällen geführt. Der Schwerpunkt des Schneefalls lag in Osttirol und Oberkärnten sowie im Bereich des Alpenhauptkamms von Salzburg und Tirol, berichtete die ZAMG. Auch die Obersteiermark war betroffen und die Wetterlage wird laut ZAMG noch bis kommende Woche anhalten.

In Tirol war vor allem Osttirol von den starken Schneefällen betroffen. Am frühen Nachmittag waren noch immer rund 2.500 Haushalte ohne Strom. Das Villgratental blieb vorerst komplett abgeschaltet. Die Reparaturarbeiten wurden indes durch Lawinengefahr erschwert. Zudem blieben im Bezirk 17 Schulen geschlossen. Aufgrund der Schneelast war es in der Nacht auf Mittwoch zu Baumstürzen und Seilrissen gekommen.

Indes hatte sich am Mittwoch auch die Brennerautobahn im winterlichen Kleid gezeigt. Räumfahrzeuge waren im Einsatz. In Südtirol schlug "Frau Holle" mit Schneemengen von 40 bis 50 Zentimetern zu. Zahlreiche Straßen und die Eisenbahnlinie im Pustertal wurden von umgestürzten Bäumen blockiert. Mehrere Dolomiten-Pässe mussten geschlossen werden.

Umgestürzte Bäume und Kettenpflicht

In Kärnten hat es am frühen Nachmittag noch immer auf einigen Straßen Behinderungen gegeben. Neben dem Schnee machten den Einsatzkräften vor allem umgestürzte Bäume zu schaffen. Betroffen waren vor allem das Lesachtal (Bezirk Hermagor) und das obere Mölltal (Bezirk Spittal an der Drau). Doch auch auf höhergelegenen Straßen außerhalb der beiden Bezirke gab es Behinderungen und Kettenpflicht.

In Oberkärnten blieben am Mittwoch insgesamt elf Schulen geschlossen. Die Schließung war laut dem Land Kärnten auf den Mittwoch beschränkt, könnte aber noch ausgedehnt werden, wenn sich das Wetter weiter verschlechtern sollte. Keine Entwarnung gab es vom Kärntner Landesenergieversorger Kelag: "Rund 4.000 Haushalte sind nicht versorgt", sagte Kelag-Sprecher Josef Stocker. Zwar habe man in Oberkärnten einige Störfälle behoben, allerdings seien weiter im Osten, in den Bezirken Feldkirchen und St. Veit an der Glan, neue hinzugekommen. "Und wenn man eine Störung behoben hat, kann es auch sein, dass auf die gleiche Leitung der nächste Baum fällt. Eine Sisyphusarbeit", meinte Stocker.