Nach den tödlichen Hundebissen auf einen Soldaten des Jagdkommandos in der Flugfeld-Kaserne in Wiener Neustadt in der Nacht auf Donnerstag laufen die Erhebungen auf Hochtouren. Aufbauend auf den Ergebnissen der polizeilichen Ermittlungen "werden wir alle Maßnahmen setzen, um derartige Vorfälle in Zukunft zu vermeiden", betonte Dietmar Rust, Leiter der Medienarbeit des Verteidigungsministeriums, am Freitag.

Die beiden Tiere befinden sich in Quarantäne und werden von Hundeführern betreut - "das entspricht den gültigen Richtlinien bei Hundebissen", sagte Rust zur Austria Presse-Agentur. Militärhunde werden einmal jährlich durch Mitarbeiter der Hundestaffel, einen Veterinärmediziner und einen für militärische Sicherheit zuständigen Offizier überprüft. Einer der beiden Belgischen Schäferhunde, ein fertig ausgebildeter Zugriffshund, sei erst im Oktober kontrolliert worden, sagte Rust: "Hier hat es keine Auffälligkeiten gegeben." Der zweite sei erst sechs Monate alt.

Der Unfallhergang wird von Staatsanwaltschaft und Polizei untersucht, auch die Arbeit der vom Bundesheer eingesetzten Untersuchungskommission war im Laufen. Diese Stelle wurde unter anderem mit einem Veterinärmediziner, einem Arzt und einem Juristen besetzt und soll "alles eruieren, was mit dem Vorfall in Zusammenhang stehen könnte", etwa was die Hunde oder die Ausbildung betreffe, sagte Rust. Dabei stütze sich die Kommission auf die Erkenntnisse der Polizei, mit der man eng zusammenarbeite. "Wir unterstützen die Exekutive bei der lückenlosen Aufklärung", betonte Rust. (apa)