Die Treibhausgas-Emissionen durch den Verkehr machen rund ein Drittel aller Emissionen in Österreich aus. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den Bundesländern. Der Verkehrsclub Österreich hat Daten des Umweltbundesamtes ausgewertet. Spitzenreiter beim CO2-Ausstoß pro Kopf im Verkehr ist das Burgenland mit 3,21 Tonnen. Wien und Vorarlberg haben den niedrigsten pro-Kopf-Ausstoß.

Im Schnitt verursachen Personenmobilität und Gütertransport in Österreich pro Einwohner 2,67 Tonnen CO2. Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2017. Im Vergleich zu 1990 sind die Emissionen im Burgenland mit 1,34 Tonnen CO2 pro Kopf am stärksten gestiegen, in ganz Österreich im Schnitt um 0,90 Tonnen.



Die CO2-Emissionen des Verkehrs sind in Österreich in den vergangenen vier Jahren statt zu sinken weiter gestiegen, so der VCÖ. Das Wegener Zentrum der Universität Graz rechnet für heuer mit einer weiteren Zunahme der vom Verkehr verursachten klimaschädlichen Emissionen. "Um das von der vergangenen Bundesregierung beschlossene Klimaziel für das Jahr 2030 zu erreichen, muss österreichweit der Pro-Kopf CO2-Ausstoß des Verkehrs auf 1,7 Tonnen sinken", sagt VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen.

Der VCÖ fordert ein umfassendes Klimaschutzpaket im Verkehr und einen Ausbau von Bahn-, Bus- und Radverbindungen. Das klimaverträgliche Mobilitätsangebot ist deutlich zu verbessern. Wer in Österreich mit der Bahn statt mit dem Auto fährt, reduziert im Schnitt die CO2-Emissionen um 93 Prozent, wie Daten des Umweltbundesamts zeigen.

Bus statt Pkw bringt eine Reduktion um immerhin 76 Prozent. Österreichs stark wachsende Ballungsräume brauchen häufigere Verbindungen und einen Ausbau des Schienennetzes. Österreichs 124 regionale Zentren sollen in Zukunft sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein, betont der VCÖ. Für dünner besiedelte Regionen sind flexible, nachfrageorientierte Angebote nötig, wie Gemeindebusse und Anrufsammeltaxis. (red)