Viele Menschen erwarten an einem Freitag, dem 13., einen Tag voller Pleiten, Pech und Pannen. Einige werden sogar krank: Psychologen nennen diese Angst "Paraskavedekatriaphobie". Der Begriff ist aus dem lateinischen "parasceves" (Vorbereitungstag, meist vor dem Sabbat/Samstag) sowie den griechischen Wörtern "treiskaideka" (Dreizehn) und "phobos" (Furcht) abgeleitet.

Christliche Wurzeln

Ein Ursprung für die Angst liegt wahrscheinlich in der christlichen Religion. Schon in der Bibel ist der Tag negativ besetzt. Adam und Eva sollen an einem Freitag in den verbotenen Apfel gebissen und so die Sünde in die Welt gebracht haben. Jesus wurde am Karfreitag gekreuzigt. In Monaten und Jahren, die mit einem Freitag beginnen, wurde früher Schlechtes erwartet. "Was freitags wird begonnen, hat nie ein gut' End' genommen", lautet ein altes Sprichwort.

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Auch der Aberglaube um die Dreizehn - einst "Dutzend des Teufels" genannt - lässt sich aus der Bibel ableiten. Beim letzten Abendmahl mit Jesus saßen 13 Menschen am Tisch - der 13. war der Verräter Judas. Bis heute verbinden viele Menschen mit der Zahl Unglück und Gefahr. Einige Hotels verzichten auf Zimmernummer 13, manche Fluggesellschaften haben keine 13. Sitzreihe in ihren Maschinen. Und in vielen amerikanischen Hochhäusern wird das 13. Stockwerk nicht aufgeführt.

Statistiker sehen kein Freitags-Problem

Die deutsche Techniker Krankenkasse (TK) hat einmal untersucht, ob die Furcht begründet ist. Nach Auswertung einer mehrjährigen Unfallstatistik konnte allerdings Entwarnung gegeben werden. An Freitag, dem 13., registrierte die TK demnach landesweit im Schnitt 1.430 Unfälle. Das sind sogar sechs weniger als an anderen Freitagen.

Man muss sich also am Freitag, dem 13. nicht fürchten. Ein Mittwoch, der 13. ist weit gefährlicher. Einer Statistik der Uniqa-Versicherung zufolge ereignet sich jeder fünfte unter 100 Schadensfällen in der Wochenmitte. Auf einen Freitag, dem 13., fallen nur 16,4 Prozent.

Am sichersten ist es laut Uniqa-Aufzeichnungen, wenn der 13. auf einen Sonntag fällt. Im Durchschnitt passieren hier nur 5,9 Prozent aller Kfz- und Haushaltsschäden. Unabhängig vom Datum ist der Montag der "gefährlichste Tag". Da passieren 18,2 Prozent der Unfälle mit Pkw und 16,4 Prozent aller Schäden zu Hause.