Skifahren führt im Winter zu den meisten Verletzungen. Die Risiken beim Wintersport Rodeln werden hingegen häufig unterschätzt. Dabei haben sich im Zeitraum von 2014 bis 2018 rund 8200 Personen beim Rodeln und Bobfahren derart schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) riet daher am Dienstag per Aussendung, gewisse Regeln einzuhalten und vor allem immer einen Helm zu tragen. "Richtig rodeln will gelernt sein, denn Übermut, Fehleinschätzung und mangelhafte Technik oder Ausrüstung können auch bei dem als harmlos geltenden Winterspaß zu schweren Unfällen führen", warnte Ilona Schöppl, Leiterin des Bereichs Haushalts-, Freizeit- und Sportsicherheit im KFV. Der weitverbreitete Eindruck, dass das Wintersportgerät Rodel für jedermann einfach zu handhaben sei, sei nämlich ein trügerischer.

35 Prozent der Verletzten sind unter 15 Jahren

Allein im Jahr 2018 waren es rund 2200 Fälle, die im Krankenhaus endeten.Jeder vierte Verletzte musste stationär aufgenommen werden. Allzu oft sind Kinder betroffen: 35 Prozent der verletzten Rodler sind unter 15 Jahre alt, berichtete das Kuratorium.

Die häufigsten Verletzungsarten beim Rodeln sind Knochenbrüche sowie Sehnen- und Muskelverletzungen. Auch Kopfverletzungen kommen immer wieder vor - ihre Schwere hängt maßgeblich davon ab, ob ein Helm getragen wird oder nicht.

Das KFV rät daher, auch beim Rodeln niemals auf das Tragen eines Helms zu verzichten. "Während es beim Skifahren oder Snowboarden inzwischen nahezu selbstverständlich ist, Helm zu tragen gibt es beim Rodeln großen Nachholbedarf: Mehr als drei Viertel (78 Prozent) der verunfallten Personen gaben an, zum Unfallzeitpunkt keinen Helm getragen zu haben", so Schöppl. Für die Prävention hat das KFV mit dem Österreichischen Rodelverband eine Übersicht über die wichtigsten Rodelregeln erstellt und online gestellt.(apa)