Hohenems/Linz/Mödling. In Vorarlberg gibt es einen ersten Corona-Verdachtsfall. Die betroffene Person wurde isoliert, Blut- und Abstrichproben wurden zur Untersuchung an das Virologische Institut nach Wien geschickt, teilte das Land am Samstag in einer Aussendung mit. Laut Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher handelt es sich um eine Reiserückkehrerin aus China, die über die typischen Symptome klagte.

Die junge Frau sei vorsorglich per Infektionstransport in das Landeskrankenhaus Hohenems eingeliefert und dort isoliert worden. Am Samstagabend gab Grabher bekannt, dass sich der Corona-Verdachtsfall nicht bestätigt hat.

Symptome nach Peking-Reise

Am Freitag hat sich bei einem Mann auch in Oberösterreich der Verdacht auf das Corona-Virus ergeben, wie das Gesundheitsministerium auf seiner Hompage mitteilte. Er war von einer Reise aus Peking zurückgekehrt und wies Anzeichen einer Erkältung auf, sagte Oberösterreichs Landessanitätsdirektor Georg Palmisano am Samstag zur APA.

Da die Verdachtsfallkriterien von offizieller Seite ausgeweitet wurden, habe man entsprechende Maßnahmen veranlasst. Der Oberösterreicher liegt in einem Linzer Spital - abgeschirmt. Die Laborergebnisse fielen negativ aus, berichtete Karin Mühlberger, Sprecherin von Gesundheitslandesrätin Hauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP), am Samstag.

In Niederösterreich gibt es seit Samstagnachmittag einen weiteren Coronavirus-Verdachtsfall. Während nach einem Mann auch bei einer Frau Entwarnung gegeben wurde, ist eine Patientin ins Landesklinikum Mödling eingeliefert worden, die nach Angaben von Bernhard Jany von der Landeskliniken-Holding in Nordchina war. Mit Testergebnissen ist laut dem Sprecher erst am Sonntag zu rechnen. Die Frau sei keine österreichische Staatsbürgerin.

In Wien gab es am Samstag einen weiteren Coronavirus-Verdachtsfall. "Es handelt sich um eine junge Österreicherin, die sich 15. und 30. Jänner in der Nachbarprovinz von Wuhan aufgehalten hat", sagte ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker gegenüber der APA.

Die Frau sei mit grippeähnlichen Symptomen ins Kaiser-Franz-Josef-Spital aufgenommen worden. Die Testergebnisse dürften spätestens am Sonntag vorliegen, sagte der Sprecher.

Salzburg gibt Entwarnung in vier Fällen

Alle vier Personen in Salzburg, die in den vergangenen Tagen im Uniklinikum unter Beobachtung gestanden sind, haben sich nicht mit dem Erreger infiziert. Das berichtete das Land Salzburg per Aussendung am Samstag.

Wie der Sprecher der Landeskliniken, Wolfgang Fürweger, im APA-Gespräch mitteilte, werden die Patienten auch demnächst aus dem Spital entlassen. Am späteren Freitagnachmittag war ein Paar im Alter von 30 und 31 Jahren in die Klinik gekommen. Die Chinesin und der Österreicher waren in Shanghai auf Urlaub. (apa)