Die Wintersaison 2019/20 hat bisher einen deutlichen Rückgang an Lawinentoten und auch ein leichtes Minus bei den Alpintoten insgesamt mit sich gebracht. Während in der Saison 2018/19 von 1. November bis 1. März insgesamt 18 Personen durch Lawinen starben, waren es im Vergleichszeitraum heuer sechs.

Auch die Gesamtzahl der Alpintoten im Zeitraum von 1. November bis 1. März ist in der Saison 2019/20 im Vergleich zur Vorjahressaison leicht zurückgegangen, teilten das Kuratorium für Alpine Sicherheit, die Alpinpolizei und die Bergrettung am Mittwoch in einer Aussendung mit. Waren 2018/19 noch 86 Tote zu verzeichnen, so waren es heuer 82. Bei den Verunfallten gab es ebenfalls einen leichten Rückgang von 6241 in der Saison 2018/19 auf nunmehr 5.952. Die Zahl der Verletzten auf den Pisten bzw. Skirouten in Österreich liegt bei 2975 und ist damit fast ident zum Vorjahr mit 3005 Verletzten.

38 Prozent aus Deutschland

Bei den Toten im organisierten Skiraum gab es heuer jedoch einen Anstieg von 15 in der Saison 2018/19 auf 28, das Zehnjahresmittel liegt bei 25. Im Winter 2019/20 kamen demnach 15 Personen durch eine Herz-Kreislauf-Störung, sechs Wintersportler bei einem Sturz, fünf beim Aufprall gegen ein Hindernis sowie je eine Person durch Absturz und Kollision ums Leben. Von den Verunfallten auf Österreichs Pisten kamen 38 Prozent aus Deutschland, 22 Prozent aus Österreich und acht Prozent aus den Niederlanden.

Von den sechs Lawinentoten von 1. November bis 1. März waren fünf in Tirol und einer in Vorarlberg zu verzeichnen. In allen anderen Bundesländern gab es in der heurigen Saison bisher keinen einzigen Lawinentoten. Alle Lawinentote waren Männer, vier von ihnen kamen bei einer Skitour ums Leben, zwei beim Variantenfahren. Je zwei der Opfer kamen aus Österreich, Deutschland und den Niederlanden.

Rund 22 Prozent der erfassten Unfälle auf Pisten oder Skirouten sind im langjährigen Mittel Unfälle mit Fahrerflucht. Es seien nur marginale Rückgänge in ganz Österreich zu registrieren, hieß es. Dabei handle jemand, der einem Verletzten nicht Erste Hilfe leiste, nicht nur moralisch bedenklich, sondern begehe auch eine Straftat, kritisierte die Alpinpolizei. Der Anteil von Pistenunfällen unter Alkoholeinfluss sei relativ gering und liege bei rund zwei Prozent. (apa)