Samstagmittag wird am Flughafen Wien-Schwechat ein Rückholflug aus Lima erwartet, der 71 Österreicher zurück in die Heimat bringt. Wie eine Sprecherin des Außenministeriums erklärte, befinden sich in der nahezu voll besetzen Maschine insgesamt 289 Passagiere an Bord.

"Dieser Notflug ist gelebtes Beispiel dafür, dass die europäische Zusammenarbeit auch in Krisensituationen gut funktioniert.

Neben 71 Österreicherinnen und Österreichern konnten wir Menschen aus 16 weiteren EU-Ländern und elf Drittstaaten die sichere Rückkehr nach Europa ermöglichen", stellte Außenminister Alexander Schallenberg fest. Darunter war auch eine Gruppe von 14 ukrainischen Staatsbürgern. Der ukrainische Außenminister hatte am Donnerstag bei Schallenberg telefonisch um Hilfe bei der Evakuierung seiner Staatsbürger gebeten. "Dieser Bitte sind wir selbstverständlich sehr gerne nachgekommen", sagte Schallenberg.

Hauptsächlich Touristen

Unter den Österreichern, die heimgeholt werden, sind hauptsächlich Touristen, aber auch Austauschstudierende und ein Mädchen, das sich auf Weltreise befunden hatte, die in Peru aufgrund der Corona-Krise jäh zu Ende ging. Freie Plätze in der Maschine wurden Bürgern anderer EU-Staaten sowie Drittstaaten angeboten, um auch diesen die Rückreise nach Europa zu ermöglichen. Koordiniert wurde die Abwicklung über die jeweiligen Botschafter vor Ort.

Bereits 31. Repatriierungsflug

Der Notflug aus der peruanischen Hauptstadt ist der mittlerweile 31. Repatriierungsflug im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie. Bisher wurden - die Maschine aus Lima mit eingerechnet - rund 5600 Menschen sicher zurück nach Österreich gebracht. Für die kommenden Tage sind weitere Heimhol-Flüge aus Indonesien, Malaysia, von den Philippinen, aus Vietnam, Chile, Argentinien und Australien geplant. (apa)