Eltern, die beschuldigt worden waren, sie hätten am 29. Dezember 2019 ihr Neugeborenes vor eine Wohnung in Lichtenberg gelegt, sind am Montag in Linz vom Vorwurf der Aussetzung rechtskräftig freigesprochen worden. Die Mutter habe das Kind nicht vorsätzlich in Lebensgefahr gebracht, sondern weggelegt, damit es gefunden wird. Dem Vater konnte nicht nachgewiesen werden, dass er daran beteiligt war.

Trotz Freispruchs vom Vorwurf der Aussetzung fasste der Mann aber 18 Monate Haft aus. Er war auch wegen Suchtgifthandels, -konsums sowie Diebstahls und Vergehen nach dem Waffengesetz angeklagt. Wegen Weitergabe und Einnahme von Drogen sowie wegen Besitzes eines Elektroschockers wurde er auch rechtskräftig verurteilt. (apa)