Archäologen der Universität Innsbruck haben bei Ausgrabungen in Birgitz nahe der Landeshauptstadt einen über 2.000 Jahre alten Weg aus der Eisenzeit freigelegt. Dieser führte zur eisenzeitlichen Siedlung auf der "Hohen Birga".

Bei Ausgrabungen konnten Archäologen der Universität Innsbruck einen über 2.000 Jahre alte Weg freilegen, der zur eisenzeitlichen Siedlung auf der "Hohen Birga" in Birgitz bei Innsbruck führte.  - © APAweb , Floria Nüller
Bei Ausgrabungen konnten Archäologen der Universität Innsbruck einen über 2.000 Jahre alte Weg freilegen, der zur eisenzeitlichen Siedlung auf der "Hohen Birga" in Birgitz bei Innsbruck führte.  - © APAweb , Floria Nüller

Bei der "Hohen Birga" handelte es sich um einen kleinen bewaldeten Hügel, auf dem bereits 1937 die Überreste einer über 2.000 Jahre alten rätischen Siedlung aus der Eisenzeit entdeckt worden waren. Laut den Wissenschaftern konnten nunmehr unter massiven Steinverstürzen mehrere Terrassen im Hang festgestellt werden. Die nördlichste war offensichtlich bewusst zur Anlage eines Weges errichtet worden. "Dieser stieg von Ost nach West leicht an, dürfte etwa zwei Meter breit gewesen sein und bestand aus einer sorgfältig verlegten Rollierung aus faustgroßen Steinen", erklärte Florian Müller vom Institut für Archäologien.

Wegbegleiter

Bei den Grabungen fanden sich zudem zahlreiche Fragmente verzierter eisenzeitlicher Keramik, ein Webgewicht, Tierknochen sowie eine eiserne Lanzenspitze. Nun soll weiter geklärt werden, wo der Weg genau in die eigentlichen Siedlungsterrassen oben am Hügel einmündete und wie dieser Bereich ursprünglich einmal architektonisch, möglicherweise in Form einer Toranlage, ausgestaltet war. Für Juli sei dann die Fortsetzung der regulären Forschungsgrabungen im eigentlichen Siedlungsbereich geplant. Dabei sollen zwei im Vorjahr entdeckte eisenzeitliche Gebäude weiter untersucht werden. (apa)