Im Landesklinikum Neunkirchen sind sechs Mitarbeiter und fünf Patienten positiv auf das Coronavirus getestet worden. Aufgrund der Situation könnten in dem Krankenhaus "vorerst bis Montag keine Patientenbesuche stattfinden, danach wird die weitere Vorgehensweise entschieden", teilte die NÖ Landesgesundheitsagentur mit. In den vergangenen Tagen seien penible Testungen durchgeführt worden.

Die Mitarbeiter wurden laut Landesgesundheitsagentur umgehend vom Dienst frei gestellt. Alle Kollegen, die direkten Kontakt mit den Infizierten hatten, würden derzeit getestet. Von den fünf positiv getesteten Patienten seien drei nach Melk transferiert worden. Je eine Person befinde sich in Wiener Neustadt bzw. Neunkirchen. Auch alle Patienten (in Neunkirchen, Anm.) würden auf das Virus untersucht.

Bis Ende der Woche weder Operationen noch Aufnahmen

An dem Klinikum im südlichen Niederösterreich wird es laut Landesgesundheitsagentur voraussichtlich bis Ende der Woche weder geplante Operationen noch geplante Aufnahmen geben. Notfallaufnahmen und Akutoperationen fänden unter den Covid-Auflagen statt. Die Triage im Eingangsbereich des Klinikums bleibe weiter bestehen.

"Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass das Virus noch immer höchst aktiv ist und die in den NÖ Kliniken getroffenen Maßnahmen nach wie vor ein Höchstmaß an Prävention bieten. Wir ersuchen daher alle, die notwendigen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen an allen Klinikstandorten, wie das Händedesinfizieren und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, weiterhin einzuhalten", so die Landesgesundheitsagentur.

Salzburg-Cluster gewachsen

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen aus dem Salzburg-Cluster ist währenddessen um zwei auf nunmehr 17 gestiegen, hatte die Stadt Salzburg bereits am Dienstag mitgeteilt. Bei den beiden Neuinfizierten handelt es sich um Angestellte von Privatfirmen. Sie gehören jenem Personenkreis an, der von den Behörden bereits abgesondert worden ist.

Die bisherigen Fälle des Clusters verteilen sich aufgrund der Wohnsitze der Erkrankten aktuell so: acht aus der Stadt Salzburg, vier aus dem Flachgau, vier aus dem Tennengau und ein Erkrankter aus dem Pongau.

Der neuerliche Covid-19-Ausbruch geht auf ein Treffen eines Rotarier-Clubs Anfang vergangener Woche im Stiftskulinarium von St. Peter zurück. An dem Treffen haben 26 Personen teilgenommen. Zuletzt befanden sich bereits 158 Kontaktpersonen in Heimquarantäne oder unterlagen Beschränkungen. (apa)