Wien. Das Volksbegehren "Ethik für alle"  hat am Wochenende die Marke von 50.000 Unterstützungserklärungen überschritten. "Es ist sehr erfreulich zu sehen, dass die Idee eines gemeinsamen Ethikunterrichtes für alle Schülerinnen und Schüler - und zwar unabhängig vom Besuch eines Religionsunterrichts - offensichtlich auf breite Unterstützung stößt", teilte Mitinitiator Eytan Reif am Sonntag mit.

In den kommenden Tagen werde ein Antrag auf Einleitung des Volksbegehrens eingebracht, mit einer Eintragungswoche rechnen die Initiatoren dann im Herbst dieses Jahres. Für eine Behandlung im Parlament sind insgesamt 100.000 Unterschriften notwendig.

Die Initiative "Ethik für ALLE" setzt sich für die Einführung eines vom Religionsunterricht entkoppelten Ethikunterrichts in jeder Schule mit Öffentlichkeitsrecht als Pflichtfach für alle Schülerinnen und Schüler von der ersten bis zur 12./13. Schulstufe ein. Weiters fordert sie ein abgeschlossenes Ethik-Lehramtsstudium als Mindestqualifikation für Ethiklehrer, Unvereinbarkeitsregeln für Ethik-und zugleich Religionslehrer und ein eigenes Ethik-Fachinspektorat. (apa)