In der steirischen Bärenschützklamm bei Pernegg ist nach dem Felssturz am Mittwoch  ein drittes Todesopfer entdeckt worden. Rettungskräfte bargen Freitagfrüh den Leichnam eines in Graz wohnhaften Slowaken (30). Seine Mitbewohner hatten die Polizei informiert, dass der Mann am Mittwoch eine Wanderung in der Klamm gemacht habe, aber nicht zurückgekehrt und am Handy nicht erreichbar gewesen sei.

Bei dem Felssturz waren nach bisherigen Erkenntnissen elf Menschen von dem Felssturz getroffen worden, als sie sich an einem Aussichtspunkt, einer Art Brücke, befanden. Zwei Frauen - eine Ungarin (50) und eine 21-Jährige aus dem Bezirk Graz-Umgebung starben, neun Menschen wurden verletzt, ein Mann davon schwer. 

Die Bärenschützklamm ist eine wasserführende Klamm, in der über 164 Leitern ein Höhenunterschied von etwa 350 Metern zwischen 750 Metern und rund 1.100 Metern Seehöhe überwunden wird. Ausgangspunkt ist Mixnitz im Gemeindegebiet von Pernegg (Bezirk Bruck-Mürzzuschlag), die Klamm führt u.a. zur Wallfahrtskirche Schüsserlbrunn, zur Almwirtschaft "Zum guten Hirten" beim Ausstieg aus der Klamm, auf den Hochlantsch (1.720 Meter Seehöhe) oder in Richtung Teichalm. (apa)