"Ein Zehntel-Cent pro unfallfreiem Kilometer" - seit Jahrzehnten (früher in Groschen) sammelt die Miva (Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft) der katholischen Kirche im Rahmen ihrer jährlichen Christophorus-Aktion Geld für Fahrzeuge, die in den ärmsten Ländern der Welt eingesetzt werden sollen. Im heurigen Jahr stand dabei - kein Wunder - das Schwerpunktthema Gesundheit im Vordergrund.

Mit den Spenden, die in ganz Österreich rund um den Christophorus-Sonntag am 26. Juli gesammelt wurden, finanziert die Miva neue Fahrzeuge, mit denen Kranke und Verletzte oder auch oft lebensrettende Medikamente und Lebensmittel transportiert werden sollen.

Für die Ärmsten der Armen sind die oft mehrere hundert Kilometer weiten Distanzen zu Gesundheitseinrichtungen schier unüberwindlich. - © Miva
Für die Ärmsten der Armen sind die oft mehrere hundert Kilometer weiten Distanzen zu Gesundheitseinrichtungen schier unüberwindlich. - © Miva

"Mobilität ist teilbar - ich danke jeder Spenderin und jedem Spender von Herzen für die wertvolle Unterstützung. Jeder einzelne Beitrag hilft!", betont Christine Parzer, Geschäftsführerin der Miva, dankend. "Die Ärmsten der Armen trifft die aktuell weltweite Corona-Pandemie am schlimmsten von allen. Trotz gebotener Distanz zueinander muss umso mehr denn je Nähe spürbar bleiben." Ohne geeignete Fahrzeuge seien die oft enormen Distanzen zu den viele Stunden und mehrere hundert Kilometer entfernten Gesundheitseinrichtungen schier unüberwindbar.

Hilfe aus Österreich in die weite Welt

Das katholische Hilfswerk Miva finanziert durch Spenden Transportmittel aller Art für den Einsatz in Mission und Entwicklungshilfe. Je nach Bedarf sind das normale Pkw oder Geländewagen, aber auch Motorräder, Fahrräder, Traktoren, landwirtschaftliche Geräte, fallweise auch Boote oder kleine Schiffe, Rollstühle und Lasttiere. Pro Jahr erreichen die Miva-Zentrale in Stadl-Paura (Oberösterreich) weit mehr als 1.000 Ansuchen aus aller Welt. Zwischen 300 und 400 Projekte davon können in mehr als 60 Ländern unterstützt werden.