Von den sich ausbreitenden Coronainfektionen sind auch die Schulen in Ostösterreich in der ersten Woche nach dem Schulbeginn in der Vorwoche nicht verschont geblieben. Im Gegenteil. Seit Montagnachmittag ist klar, dass es in der ersten Schulwoche an Wiener Schulen insgesamt 70 positive Corona-Fälle gab, wie das Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) und die Bildungdirektion bestätigten. Betroffen sind ind Wien 55 Schüler, sechs Lehrerinnen und Lehrer sowie neun Verwaltungsmitarbeiter im Schuldienst.

In Niederösterrreich hat Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) schon zuvor de aktuellen Daten genannt. 31 Schüler, zwei Kinder in Kindergärten sowie zehn Pädagogen sind demnach positiv getestet worden. Im Burgenland wurden seit Schulbeginn am vergangenen Montag hingegen nur zwei positive Fälle verzeichnet.

Das Bildungsministeriums hatte zuvor der "Wiener Zeitung" mit Stand vom Freitag den Überblick für Wien, Niederösterreich und dem Burgenland berichtet: da waren erst 40 positiv auf Corona getestete Schüler dem Ministerium gemeldet worden. Im Bildungsministerium wurde allerdings betont, dass es an Schulen selbst trotz der positiven Fälle bisher keine Bildung von Corona-Clustern gebe.

Probleme durch Ausfall von Lehrern

Wien hatte am Freitag zunächst nur zwei positiv getestete Schüler und  einen positiven Coronafall bei Lehrern und Verwaltungsmitarbeitern bis Freitag offiziell bestätigt, obwohl es nach Informationen der "Wiener Zeitung" schon deutlich mehr Fälle gegeben hat. In den sechs anderen Bundesländern Oberösterreich, Steiermark, Salzburg, Kärnten, Tirol und Vorarlberg ist erst am heutigen Montag Schulbeginn.

Nach dem Leitfaden des Bildungsministeriums müssen Schüler bei Corona-Verdacht abgesondert werden und nach Anordnung der Gesundheitsbehörden in Quarantäne geschickt werden. Für die Schulleitungen bringt vor allem auch der Ausfall von Lehrer wegen einer Corona-Quarantäne zusätzliche Schwierigkeiten. Denn für Lehrer, die aus diesem Grund ausfallen, gibt es keinen personellen Ersatz. Sie müssen in anderen Klassen, in denen sie ebenfalls unterrichten, durch kurzfristige Organisationen von anderen Pädagogen an der Schule ersetzt werden.