Unwetter mit Sturm und Gewitter haben am Samstag in der Obersteiermark für Schäden gesorgt. Ersten Meldungen der Polizei zufolge wurden etwa entlang der Gesäuse Straße (B146) Bäume entwurzelt, sie stürzten auf die Oberleitung der Rudolfsbahn. Straße und Bahnstrecke waren zumindest vorübergehend gesperrt. Die Polizei appellierte an die Menschen, während des Sturms auf nicht notwendige Fahrten mit dem Auto zu verzichten und zu Hause zu bleiben.

Auf einem Parkplatz nahe des Gleinalm Tunnels bei St. Michael in der Obersteiermark im Bezirk Leoben wurde ein Lkw von einem umstürzenden Baum getroffen. Ramsau am Dachstein war kurzzeitig über den Straßenweg nicht erreichbar. Von Behinderungen und Sperren betroffen war am Nachmittag auch die Buchauer Straße (B117) beim Buchauer Sattel. In Kärnten gab es bis zum Nachmittag nur vereinzelt Unwettereinsätze.

Feuerwehreinsätze in Salzburg

Der Föhnsturm in den Bergen von Salzburg und Oberösterreich hat am Samstag für etliche Feuerwehreinsätze gesorgt. In Salzburg rückten bis kurz vor 14.00 Uhr 27 Feuerwehren zu 46 Einsätzen aus, berichtete das Landefeuerwehrkommando. Mehr als 400 Mann waren - vor allem im Pinzgau und im Tennengau - etwa damit beschäftigt, Verkehrswege von umgestürzten Bäumen zu befreien und Dächer zu sichern. Zudem mussten vereinzelt gekappte Stromleitungen repariert werden.

Während der Sturm in den Föhnstrichen Salzburgs für Temperaturen jenseits der 25 Grad Celsius sorgte und ab dem frühen Nachmittag bereits schwächer wurde, häuften sich die Alarmierungen im südlichen Oberösterreich. Neben Einsätzen in den Bezirken Gmunden und Kirchdorf mussten sowohl die Straßen- als auch die Bahnverbindung am Koppenpass gesperrt werden, berichtete die  Landesfeuerwehrverbands Oberösterreich.

Windspitzen bis 80 Stundenkilometer

Laut dem Zentralmeteorolgischen Anstalt in Wien sind am Sonntag etwa in den Hohen Tauern erneut Windspitzen von 70 bis 80 Stundenkilometern möglich.

Bereits am Freitag hatten Föhnstürme  die Einsatzkräfte im Großraum Innsbruck auf Trab gehalten. In Rum wurde ein zwölfjähriges Mädchen von einem umstürzenden Baum getroffen, es kam laut Polizeiangaben mit leichten Verletzungen davon. Glimpflich waren bereits zwei wetterbedingte Notlandungen von Sportsegelfliegern verlaufen. (apa)