Slowenien nimmt die beiden Bundesländer Vorarlberg und Tirol ab Montag von der aufgrund des Coronavirus erstellten "roten Liste" für Einreisen. Das bestätigte die Sprecherin von Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) am Sonntag der APA. Damit gelten die Bestimmungen - zehntägige Quarantäne oder ein negativer Covid-19-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist - nur mehr für die Einreise von Wien nach Slowenien.

Die bisherigen Ausnahmen unter anderem für Pendler, Schüler und den Güterverkehr bleiben bestehen. Sonderfälle sind auch dringende persönliche oder geschäftliche Reisen, wobei die Rückkehr binnen 48 Stunden erfolgen muss. Der Transit durch Slowenien ist auflagenfrei, wenn er innerhalb von zwölf Stunden erfolgt.

Ausnahmen gelten auch für österreichische Besitzer oder Mieter von Immobilien auf der slowenischen Seite sowie für Landwirte, die ihr Land auf der jeweils anderen Seite der Grenze bearbeiten. Erntehelfer, die slowenischen Staatsangehörigen oder Personen mit Wohnsitz in Slowenien bei Saisonarbeiten in Österreich helfen, dürfen binnen 24 Stunden auflagenfrei zurückkehren.

Zuletzt hatte auch Belgien das Bundesland Vorarlberg von seiner "roten Liste" genommen - dort gelten Einreisebeschränkungen nur mehr für Reisende aus Wien und Tirol. Deutschland blieb bei seiner Reisewarnung für die drei Bundesländer. Die Schweiz setzte neben Wien, Niederösterreich und Oberösterreich auch Salzburg und Burgenland auf seine "rote Liste". Einschränkungen gibt es auch bei Einreisen in die Niederlande aus Wien und Innsbruck.

Stabile Situation in Tirol und Vorarlberg

Derzeit liegt die Zahl der Neuinfektionen laut der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen in Vorarlberg bei 73 und in Tirol bei 76. In Wien betrug der Wert zuletzt 149.

In Tirol waren mit Stand Sonntagvormittag (11. Oktober) 986 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Samstagabend kamen 52 Neuinfektionen hinzu. Insgesamt 6.111 Menschen waren im Bundesland wieder vom Virus genesen. Die Corona-Situation in den Spitälern blieb indes stabil: 30 Patienten wurden dort behandelt, davon weiter sieben auf Intensivstationen.

251.367 Testungen wurden bis dato in Tirol durchgeführt. Die meisten Infizierten wies weiter der Ampel-orange Bezirk Innsbruck Land mit 319 auf, gefolgt von der gleichfarbigen Landeshauptstadt Innsbruck mit 314. Der ebenfalls orange Bezirk Schwaz verzeichnete 124 Infizierte. (apa)