In der Nacht auf Sonntag dürfte eine Explosion weite Teile der Ausweichschule in Dornbirn in Vorarlberg zerstört haben. Die Ursache für die Detonation war vorerst noch unklar, laut Medienberichten galt eine Gasexplosion jedoch als wahrscheinlich. Zum Zeitpunkt des Unglücks waren keine Menschen in dem Gebäude, zwei Personen aus der Nachbarschaft dürften aber durch herumfliegende Teile leicht verletzt worden sein.

Vermutet wird eine Gasexplosion. - © Stadt Dornbirn/Twitter
Vermutet wird eine Gasexplosion. - © Stadt Dornbirn/Twitter

Die Detonation, die sich kurz nach Mitternacht ereignet hatte, war weithin hör- und spürbar, berichtete der ORF Vorarlberg. Glasscherben und Metallstücke seien über 100 Meter weit geflogen. Der Zugverkehr auf der unmittelbar neben der Ausweichschule liegenden Bahntrasse musste vorübergehend unterbrochen werden.

"In Folge der Explosion ist ein großer Brand ausgebrochen, der das ganze Gebäude umfasst hat", sagte Feuerwehrkommandant Gerold Hämmerle zum ORF. Auch umliegende Gebäude wurden teilweise beschädigt.

Derzeit drei Klassen untergebracht

Bei dem Gebäude handelte es sich um die Ausweichschule Fischbach, wo derzeit drei Klassen der noch zu bauenden Volksschule Forach untergebracht sind. Die Ausweichschule wurde vor rund zehn Jahren gebaut und diente seither als Ausweichquartier für Schulen, die saniert oder neu errichtet werden.

Die Erhebungen sind noch im Gange. Die Brandermittler seien an Ort und Stelle, es gebe aber derzeit noch keine neuen Erkenntnissen, sagte ein Sprecher der Polizei zur APA. Er rechnete frühestens im Laufe des späteren Vormittags mit neuen Informationen.

Bei der Detonation dürften vermutlich drei Personen leicht verletzt worden sein. Gesicherte Informationen gebe es diesbezüglich aber noch nicht, hieß es. Auch um wen es sich dabei handelte, etwa Feuerwehrleute oder Nachbarn, war vorerst noch unklar. (apa)