Deutschland erklärt alle Bundesländer Österreichs zum Risikogebiet, mit Ausnahme von Kärnten. Das berichteten mehrere Medien Donnerstagfrüh. Die Webseite des Robert-Koch-Instituts (RKI) war am Donnerstagfrüh nicht erreichbar. Die damit verbundene Reisewarnung des Auswärtigen Amts soll ab Samstag 0.00 Uhr gelten. Zuletzt galten bereits Wien, Vorarlberg und Tirol als Risikogebiete, mit Ausnahme der Exklaven Mittelberg/Kleinwalsertal (Vorarlberg) und Jungholz (Tirol).

In Kärnten sind mit Stand Donnerstagfrüh 63 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Laut Landespressedienst gelten seit Dienstag 40 Personen als genesen, die Zahl der aktuell Infizierten stieg auf 408. In Kärnten werden 29 Corona-Patienten im Krankenhaus behandelt, zwei von ihnen auf der Intensivstation.

Holländisches Orange für Oberösterreich und Salzburg

Auch die Niederlande haben ihre Reisewarnung für Österreich ausgeweitet. Seit Mittwoch gilt auch für die Bundesländer Oberösterreich und Salzburg ein Reisehinweis der Stufe "Orange", wie das österreichische Außenministerium mitteilte. Damit sind nur mehr die Bundesländer Kärnten, die Steiermark und das Burgenland für niederländische Touristen auf "Gelb". Als "Gelb" gelten außerdem weiterhin Osttirol und die Enklaven Hinterriß und Jungholz, sowie Kleinwalsertal/Mittelberg.

Bei der Einreise bzw. Rückkehr aus den als "Orange" eingestuften Gebieten ist eine zehntägige Heimquarantäne verpflichtend. Auch ein negativer PCR-Test vor oder nach Ankunft in den Niederlanden hebt diese Bestimmung nicht auf. Für "gelbe" Gebiete ist eine Einreise ohne Einschränkung möglich. Nicht betroffen von der Quarantänepflicht sind auch Personen, die lediglich über die Flughäfen Wien, Salzburg, Linz und Innsbruck reisen, aber keinen Aufenthalt in Wien oder den genannten Bundesländern hatten. Auch Transitreisende sind von der Quarantänepflicht ausgenommen, allerdings gilt bereits ein Stopp zum Tanken als Aufenthalt in dem Risikogebiet.

(apa)