Der ab nächster Woche bevorstehende harte Lockdown hat am Samstag zu einer hohen Frequenz in den Einkaufszentren im Westen Österreichs geführt. So war etwa Vorarlbergs größtes Einkaufszentrum - der Messepark in Dornbirn - von der Früh weg äußerst gut besucht, im Innsbrucker DEZ fing der Vormittag "belebt" an - mit einer weiteren Steigerung wurde gerechnet. Schon am Freitag war das DEZ "voll" gewesen.

Wie ein Lokalaugenschein im Messepark zeigte, drängten sich die Besucherströme durch die Gänge, im Lebensmittelhandel waren die Einkaufswägen gefüllt. Auf spezielle Waren - Stichwort: Toilettenpapier - hatten es die Messepark-Besucher dabei aber nicht abgesehen. Zur sehr starken Frequenz dürfte auch beigetragen haben, dass manche Geschäfte mit hohen Rabatten lockten.

Im DEZ war am Vormittag gegen 11.00 Uhr zwar "noch nicht die Hölle los", das Einkaufsgeschehen wurde auf APA-Anfrage aber als "belebt" beschrieben. Am späten Vormittag und am Nachmittag würden noch deutlich mehr Leute kommen. Bereits der Freitag hatte sich als ganz starker Einkaufstag entpuppt. "Die Leute geraten in Stress, weil sie nicht wissen, was auf sie zukommt", hieß es. So würden viele noch die Gelegenheit zum Einkaufen - manche auch im Hinblick auf Weihnachten - nutzen.

Quarantäne und Neuinfektionen

Der niederösterreichische Landessanitätsstab hat am Samstag 27.235 Personen in häuslicher Quarantäne verzeichnet. Das ist ein Rückgang im Vergleich zu dem Rekordwert von Freitag, als noch 30.277 registriert wurden. Nach Angaben aus dem Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) wurden zudem 1.026 Coronavirus-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gezählt.

In Tirol ist die Zahl der aktiv mit dem Coronavirus infizierten Personen seit Freitagabend um 172 Personen angestiegen. Wie aus dem Dashboard des Landes hervorging, wurden 342 Neuinfektionen gemeldet, aber auch 167 Genesungen. Damit lag die Zahl der Infizierten mit Stand Samstagmittag bei 7.877 Menschen. Zudem wurden drei weitere Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 vermeldet. Die Zahl der Intensivpatienten wuchs um sieben auf nunmehr 58 Fälle an.

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie sind in Tirol 186 Personen am oder mit dem Virus gestorben. Am Samstag befanden sich 339 Erkrankte in Spitalbehandlung, um vier weniger als am Vortag. Allein 70 der 281 Corona-Patienten auf den Normalstationen wurden in Innsbruck betreut. (apa)