Während sich die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Österreich stabilisiert, sind in den vergangenen 24 Stunden wieder mehr als 100 Tote gemeldet worden. Seit Donnerstagvormittag kamen 6.668 neue Fälle hinzu. Im gleichen Zeitraum starben 108 Menschen an den Folgen einer Infektion. In den Spitälern gab es einen geringen Zuwachs, insgesamt mussten am Freitag 15 Patienten mehr als am Donnerstag im Krankenhaus behandelt werden, vier davon kamen auf den Intensivstationen hinzu.

Peak in den Spitälern könnte erreicht sein

Insgesamt 4.629 Covid-19-Erkrankte lagen am Freitag in Spitälern. 687 davon benötigten intensivmedizinische Versorgung, geht aus den Zahlen von Innen- und Gesundheitsministerium hervor. Innerhalb der vergangenen Woche mussten 707 Patienten zusätzlich in Krankenhäusern behandelt werden. Auf den Intensivstationen stieg die Zahl der Covid-19-Erkrankten um 21 Prozent an, hier gab es am Freitag 120 Menschen mehr als vor einer Woche.

Laut der Prognose des Covid-Konsortium im Gesundheitsministerium dürfte nunmehr der Peak bei den Intensivkapazitäten erreicht sein und sich zumindest diese Zahlen stabilisieren. Auch in der Normalpflege dürften die Zahlen nicht mehr deutlich ansteigen und Anfang kommender Woche zu sinken beginnen.

Vor einer Woche - am Freitag dem 13. - waren in Österreich 1.661 Covid-19-Tote gemeldet worden. Binnen sieben Tagen kamen 563 hinzu, was einer täglichen Steigerung von mehr als 80 Toten entspricht. Zwei Mal wurden in dieser Woche mehr als 100 Tote in lediglich 24 Stunden gemeldet.

Anzahl der Erkrankten geht nur langsam zurück

Österreichweit gab es am Freitag 76.644 aktive Fälle - um 382 weniger als am Donnerstag. Im Wochenschnitt ging die Zahl der bestätigten aktiven Fälle täglich um 28 zurück. Vergangenen Freitag hatte es noch 76.839 aktive Fälle gegeben.

33.438 Tests wurden in den vergangenen 24 Stunden in das Epidemiologische Meldesystem (EMS) eingespeist. Die Positivrate lag mit den mehr als 6.660 neuen Fällen bei 20 Prozent - somit war exakt jeder fünfte Getestete auch SARS-CoV-2-infiziert. Im Schnitt wurden in der vergangenen Woche täglich 30.438 Tests eingemeldet und davon fielen durchschnittlich 6.303 positiv aus - was einer Positivrate von 20,7 Prozent entspricht. Vergangenen Freitag war in Österreich der bisher höchste Wert an Neuinfektionen gemeldet worden - 9.586 waren es vor exakt einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betrug am Freitag 495,7 und lag somit das erste Mal seit 8. November wieder unter 500.

Seit Beginn der Pandemie wurden österreichweit 235.351 Menschen positiv getestet. 156.483 gelten als genesen.

Die meisten Neuinfektionen wurden in den vergangenen 24 Stunden wie bereits in den vergangenen Tagen aus Oberösterreich gemeldet - 1.301 kamen hinzu. In Wien waren es 1.280. Die anderen Bundesländer meldeten Zahlen unter 1.000. In Niederösterreich waren es 950 neue Fälle, in der Steiermark 924 und in Tirol 690. In Kärnten kamen seit Donnerstag 486 Neuinfektionen hinzu, in Vorarlberg 417 und in Salzburg 410. Das Burgenland speiste 210 neue Fälle in das EMS ein. (apa)