Nach dem Brand eines Lkw-Anhängers dürfte die Sperre des Tauerntunnels in Fahrtrichtung Salzburg voraussichtlich den ganzen Tag dauern. Das teilte die ASFINAG am Samstagvormittag mit. In Richtung Villach wurde der Tunnel gegen 8.00 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben.

Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen. Sie musste die Ladung - es war Desinfektionsmittel - mit einem Radlader in kleinere Einheiten zerteilen, um immer wieder auftretende Glutnester zu löschen.

Die Schäden im Tunnel könnten erst begutachtet werden, wenn die Ladung und der Lkw-Anhänger gesichert und entfernt sind, sagte ASFINAG-Sprecher Walter Mocnik zur APA. Schon jetzt steht fest, dass Beleuchtung und Kabel in der Pannenbucht beschädigt wurden. Außerdem habe man Betonabplatzungen festgestellt. Ob diese nur oberflächlich sind oder tiefer gehen, könne man erst sagen, wenn die Stellen an der Tunneldecke abgeklopft wurden, erklärte Mocnik. Betroffen sei aber nur die Pannenbucht und nicht die Hauptfahrbahn.

Mit dem Zugfahrzeug den Tunnel verlassen

"Der Lenker hat sehr gut reagiert", lobte der ASFINAG-Sprecher. Der Mann habe das Fahrzeug in die Pannenbucht gelenkt, als er den Brand bemerkte. Dann habe er das Zugfahrzeug abgekoppelt und noch selbst versucht, das Feuer zu löschen. Weil ihm die Situation zu gefährlich wurde, sei der Mann mit dem Zugfahrzeug aus dem Tunnel gefahren. Innerhalb weniger Minuten war die Feuerwehr an Ort und Stelle und brachte den Brand unter Kontrolle. Verletzt wurde niemand. (apa)