Die Corona-Pandemie schlägt sich auch in der offiziellen Sterbefallstatistik nieder – und zwar deutlich. Für die Woche vom 16. bis 22. November hat die Statistik Austria am Donnerstag 2.431 Todesfälle gemeldet. Die Todesfälle dieser Woche liegen nicht nur um 58 Prozent über dem Durchschnitt des Vergleichszeitraums der vergangenen fünf Jahre. Seit 42 Jahren sind nicht mehr so viele Menschen in einer einzigen Woche verstorben. Damals, in der Woche vom 20. bis 26. Februar 1978, waren es 2.516 Tote.


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Laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) sind in dieser Novemberwoche 568 Personen in Folge einer Covid-19-Infektion verstorben. Generell gab es im November von der Woche 43. bis 47. eine deutliche Übersterblichkeit im Vergleich zu zum Durchschnitt dieser Wochen in den Jahren von 2015 bis 2019: Mit 10.380 Todesfällen waren es in diesem Zeitraum heuer um 36,2 Prozent mehr als in den vergangenen fünf Jahren. Unter Männern erhöhte sich die Anzahl an Verstorbenen heuer sogar um 42,9 Prozent. An Frauen sind um 29,9 Prozent mehr verstorben als in den Vorjahren.

"Besorgniserregende Entwicklung" seit Mitte Oktober

Die Zahl der an den Folgen einer Covid-19-Infektion verstorbenen Menschen ist in den vergangenen 24 Stunden um 92 auf mittlerweile 3.538 gestiegen. Alleine im November verstarben 2.075 Personen in Folge der Pandemie. Die Übersterblichkeit durch Covid-19 ist auch in der Statistik der ersten ersten 47 Wochen des heurigen Jahres mit insgesamt 77.662 Todesfällen sichtbar.

Das sind um 6,5 Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019. Zwar gab es schon in der ersten Aprilhälfte sowie ab Mitte September einige Kalenderwochen, in denen die Sterbefälle leicht über der Bandbreite der vergangenen fünf Jahre lagen. Eine "besorgniserregende Entwicklung" macht Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas aber erst ab 19. Oktober aus, wo ein wöchentlicher Anstieg der Sterbefälle verzeichnet wird. (red)