Ein in Folge des Terroranschlags von Wien festgenommener Mann ist wieder auf freiem Fuß. Das berichtet das "profil" vorab. Die Enthaftung erfolgte demnach auf Antrag der Staatsanwaltschaft wegen fehlenden dringenden Tatverdachts. Über acht weitere Haftbeschwerden wird noch entschieden.

Die Ermittler gehen mittlerweile davon aus, dass der Attentäter zu Fuß aus dem 22. Bezirk in die Innenstadt ging. Dort soll er anschließend noch sein Handy weggeworfen haben. "Ein entsprechendes Smartphone wurde in unmittelbarer Nähe zum Tatort Schwedenplatz in einem Mistkübel gefunden", heißt es seitens der Staatsanwaltschaft Wien gegenüber "profil".

Am 2. November eröffnete ein islamistischer Attentäter das Feuer auf Passanten und Gäste im Wiener Party-Viertel "Bermudadreieck". Obwohl der Mann schon nach kurzer Zeit von der Polizei erschossen wurde, forderte der Anschlag vier Todesopfer und zahlreiche Verletzte. Als Täter identifiziert wurde ein 20-jähriger Österreicher mit nordmazedonischer Doppelstaatsbürgerschaft. Der Anhänger der Terrormiliz "Islamischer Staat" war einschlägig vorbestraft, weil er versucht hatte, nach Syrien auszureisen. (apa)