Der traditionelle Besuch der Heiligen Drei Könige am Montag beim Wiener Erzbischof Christoph Schönborn bildete wie jedes Jahr den Auftakt zur Dreikönigsaktion. Der Ablauf wird sich heuer in vielen Pfarren von den vergangenen Jahren unterscheiden. Da das Sternsingen mitten in den dritten Corona-Lockdown fällt, dürfen viele Stiegenhäuser eigentlich gar nicht betreten werden.

Während auf dem Land in Einfamilienhaussiedlungen das Ziehen von Haus zu Haus im Freien kein Problem darstellen sollte und die Spendenbox halt über den Gartenzaun gefüllt wird, verzichten in den Städten viele Pfarren ganz darauf, Kinder zu verkleiden und durch das Pfarrgebiet zu schicken. In einigen fällt die Dreikönigsaktion deshalb komplett aus, andere besuchen nur ausgewählte Haushalte (natürlich unter strengsten Hygiene-Auflagen und mit gebotenem Abstand), die sich vorab angemeldet haben, oder streamen den Auftritt von Caspar, Melchior und Balthasar via Internet, wieder andere stellen die Sternsinger drei Tage lang vor die Kirche.

"Unaufschiebbare ehrenamtliche Tätigkeit"

Dass das Sternsingen heuer trotz Lockdown überhaupt stattfinden kann, dafür hat der Gesetzgeber gesorgt: Es zählt nämlich zu den "unaufschiebbaren ehrenamtlichen Tätigkeiten". Wer heuer keinen Besuch von den Heiligen Drei Königen bekommen kann, hat auch jederzeit die Möglichkeit, via Erlagschein oder online zu spenden. Alle Informationen dazu sind im Internet auf der Website der Dreikönigsaktion (www.sternsingen.at) zu finden.(maz)