Mit der Stopp Corona-App können sich Nutzerinnen und Nutzer - nach dem Download eines Updates - von Kontakten aus elf weiteren EU-Staaten über Covid-19-Erkrankungen warnen lassen. Bislang haben die App 1,36 Millionen Menschen auf ihrem Mobiltelefon installiert. Mittlerweile sind knapp die Hälfte der Tracing Apps in der EU interoperabel und können damit Warnungen untereinander austauschen. 

Beitrag zum Contact-Tracing

Rund 10.000 Nutzerinnen und Nutzer konnten über die App bereits ihre Kontakte warnen und damit Infektionsketten unterbrechen, erläutert Gerry Foitik, Bundesrettungskommandant des Österreichischen Roten Kreuzes, in der Aussendung. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) betont, dass die App "für Österreich eine wichtige Unterstützung des Kontaktpersonenmanagements" sei: "Je mehr Menschen mitmachen, desto höher die Wirksamkeit." Mit der App leiste jeder "einen großen Beitrag für den Schutz von uns selbst und der gesamten Gesellschaft. Und damit einen wichtigen Beitrag für die Begrenzung der Pandemie."

Datenschutz bleibt gewährleistet

Die Interoperabilität zwischen den Apps erfolge in mehreren Ausbauschritten nach einer Freigabe der EU-Kommission. Die österreichische könne nun unter anderem mit der deutschen "Corona-Warn-App", der italienischen "Immuni"-App und der finnischen "Koronavilkku"-App kommunizieren. "Der hohe Datenschutz bleibt auch bei der grenzüberschreitenden Nutzung gewahrt", versichert das Rote Kreuz erneut. Es werden keine personenbezogenen Daten, sondern nur automatisch generierte Schlüssel, die keine Rückschlüsse auf die Person zulassen, ausgetauscht. Zusätzlich zum europäischen Austasch gebe es außerdem nun einen eigenen Button, um einen Verdachtsfall zu melden. (red)