Die Corona-Fälle in der Justizanstalt Salzburg haben sich nach dem Höhepunkt Ende vergangener Woche mit 46 infizierten Insassen am Montag auf derzeit 27 verringert. "Wir hatten über das Wochenende keine weiteren Fälle mehr. Heute haben wir eine Testreihe durchgeführt. 19 Insassen sind wieder gesundet, das Testergebnis war negativ", erklärte der Leiter der Justizanstalt, Oberst Dietmar Knebel, gegenüber der APA.

Bei 27 Insassen sei das Testergebnis heute noch positiv gewesen, erläuterte Knebel. Der Cluster wurde in der vergangenen Woche entdeckt. Am Dienstag trat ein Verdachtsfall auf. Deshalb wurden umgehend alle rund 200 Insassen getestet. Dem Ergebnis zufolge waren zunächst 27 Häftlinge und zwei Bedienstete infiziert. Bei weiteren Tests stellten sich noch mehr Fälle heraus.

Die Zahl der infizierten Bediensteten war in der Vorwoche zwischenzeitlich auf sieben gestiegen. Laut dem Anstaltsleiter ist mittlerweile wieder eine Person genesen. Über den Gesundheitsverlauf der anderen sechs infizierten Bediensteten hatte er am Montagnachmittag noch keine Kenntnis.

Abgesondert in "Corona-Zellen"

Die aktuell positiv getesteten Häftlinge befinden sich wie vorgeschrieben in abgesonderten Corona-Zellen. In der Justizanstalt gibt es zwei Isolationsbereiche. Knebel hob im APA-Gespräch positiv hervor, dass die Zahl der infizierten Insassen Anfang dieser Woche abgenommen hat. Jetzt müsse man abwarten, wie sich das Geschehen in den nächsten Tagen entwickle. "Ich rechne damit, dass wir im Laufe der Woche wieder einen halbwegs normalen Betrieb haben."

Nehmen die Infektionszahlen weiter ab, so könnten in der nächsten Woche vermutlich wieder Besuche von Angehörigen möglich sein, zeigte sich der Anstaltsleiter optimistisch. Von dem derzeitigen Besuchsverbot sind Rechtsanwälte ausgenommen. Sie dürfen Gespräche mit ihren Klienten unter strengen Hygienevorschriften und hinter einer Glasscheibe durchführen. (apa)