Seit Mitte März 2000 gibt es die Corona-Sonderbetreuungszeit, die Arbeitnehmern die Freistellung zur Betreuung ihrer minderjähriger Kinder ermöglicht. Mit 1. November des Vorjahrs kam ein Rechtsanspruch darauf hinzu, wenn es behördliche Schul- oder Klassenschließungen gibt. Dieser wurde bisher 558 mal geltend gemacht, hieß es am Samstag von Regierungsseite. Insgesamt konnten bisher 32.000 Personen betreut werden.

Drei mal wurde die Sonderbetreuungszeit verlängert und - wie Arbeitsminister Martin Kocher und Familienministerin Susanne Raab (beide ÖVP) in einer Aussendung betonten - auch verbessert. Betrug der Kostenersatz durch den Bund anfangs nur 33 Prozent, stieg er später auf 50 und letztlich auf 100 Prozent.

2020 waren 15 Mio. Euro dafür budgetiert, 2021 stehen zusätzliche 2,5 Mio. Euro zur Verfügung. Ausgezahlt wurden bisher in Summe fast 9 Mio. Euro für rund 6.000 Anträge. Insgesamt konnten damit 28.000 Personen freigestellt werden (73 Prozent Frauen, 27 Prozent Männer), die so wiederum rund 32.000 Personen - überwiegend Kinder - betreuen konnten. (apa)