Im Burgenland ist die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen am Montag um einen auf 25 gesunken. Insgesamt wurden 63 Erkrankte in den Spitälern behandelt, teilte der Koordinationsstab Coronavirus mit. Seit Sonntag wurden 50 Neuinfektionen und ein weiterer Todesfall gemeldet. Ein 74-jähriger Mann aus dem Bezirk Oberwart starb mit oder an Covid-19.

Die Belegung der Intensivstationen sei nach wie vor hoch, betonte Hubert Eisl, Geschäftsführer der KRAGES (Burgenländische Krankenanstalten Ges.m.b.H.), am Montag auf APA-Anfrage. Weil die Sieben-Tages-Inzidenz und die Auslastung der Normalstationen für Covid-19-Erkrankte zurückgegangen sei, gehe man aber davon aus, dass auch die Anzahl der Intensivpatienten im Laufe der Woche zu sinken beginnen werde.

Zwei Verlegungen aus dem Burgenland

Die Kapazitäten in den Spitälern hätten bisher ausgereicht. Transfers in andere Bundesländer habe es in den vergangenen drei Wochen nur zwei gegeben, die beide aus medizinischen Gründen und nicht aus Kapazitätsgründen erfolgt seien. Ein Covid-19-Patient wurde nach Graz und ein zweiter nach seiner Infektion nach Wien gebracht. Die Anzahl der Burgenländer, die direkt in einem Krankenhaus in einem anderen Bundesland, etwa in Wien, aufgenommen wurden, weil sie dort auch einen Wohnsitz haben, sei nicht bekannt.  

Etwas Entspannung auch in Niederösterrreich

117 Covid-19-Erkrankte sind am Montag laut Bernhard Jany von der Landesgesundheitsagentur auf Intensivstationen in Niederösterreich behandelt worden. Das waren um sechs weniger als am Vortag. 311 Neuinfektionen wurden nach Angaben aus dem Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) gemeldet. Drei weitere Todesfälle wurden verzeichnet, damit stieg die Gesamtzahl auf 1.678. In Quarantäne befanden sich 10.589 Kontaktpersonen, ein Rückgang gegenüber Sonntag.

Im Sinken war am Montag die Sieben-Tages-Inzidenz in vielen Regionen Niederösterreichs. Der Bezirk Zwettl wies laut dem Dashboard der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) mit 276,3 weiterhin den höchsten Wert in Niederösterreich auf, vor den Bezirken Scheibbs (265,6), Melk (227,6), Amstetten (212,8) und Gmünd (210,7). Erneut unter der Schwelle von 200 blieben Wiener Neustadt sowie die Bezirke Wiener Neustadt-Land und Neunkirchen, wo wie im Bezirk Scheibbs Ausreisekontrollen stattfanden

Wieder mehr Intensivpatienten in den Kärntner Spitälern

Die Belegung der Covid-19-Intensivstationen ist in Kärnten am Montag wieder angestiegen. Wie der Landespressedienst berichtete, gab es 17 Intensivpatienten und 65 Corona-Erkrankte auf Normalstationen. Die Anzahl der Intensivpatienten schwankte im April bisher von zehn bis 17. Im April starben bisher 30 Kärntnerinnen und Kärntner mit oder am Coronavirus, sechs davon am vergangenen Wochenende. Seit Ausbruch der Pandemie gab es 776 Todesopfer.

Bei den Neuinfektionen gab es am Montag mit 94 den bisher geringsten Wert im April. Der Sieben-Tage-Durchschnitt der täglichen Neuinfektionen sank damit auf 160. Die Sieben-Tage-Inzidenz, berechnet anhand der täglich vom Landespressedienst veröffentlichten Zahlen, fiel auf 200. (apa)