Kurz vor 1:00 Uhr am Dienstag war in Wien ein kurzes aber heftiges Erdbeben zu spüren. Nach ersten Berichten hatte der Tremor die Stärke 4,4 auf der nach oben offenen Richterskala. Das Epizentrum lag im Raum Neunkirchen in Niederösterreich in ca. 8 km Tiefe. Zwischen sechs und sieben Uhr Morgens  kam es dann zu  Nachbeben der Stärke 1,5 bis 3,2. Das Beben wurde in der weiteren Umgebung verspürt. Davor gab es bereits einige Nachbeben die aufgrund der geringen Stärke aber nicht verspürt wurden. "Es wurden erwartungsgemäß einige leichte Schäden im Epizentrum gemeldet, etwa feine Haarrisse im Verputz", berichtete Seismologe Anton Vogelmann von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) im Gespräch mit der APA. "Bisher sind an die 10.000 Wahrnehmungsmeldungen aus der Bevölkerung eingegangen", sagte der Experte. (red/apa)

Erst Ende März und Anfang April war der Ort von Beben heimgesucht worden. Das Erdbeben damals war nach Angaben der ZAMG das stärkste in den vergangenen 20 Jahren im Wiener Becken gewesen. Die Magnitude wurde letztlich mit 4,6 angegeben. Dass es keine Schäden gegeben habe, sei "der Herdtiefe zu danken", sagte ein Seismologe. (red)

Seismogramm des Erdbebens vom 20.4.2021. - © ZAMG
Seismogramm des Erdbebens vom 20.4.2021. - © ZAMG