Der ehemalige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ist am Sonntag laut eigenen Angaben einem schweren Feuer auf einer Bootstour vor Kroatien entkommen. Das Schiff sei bei der Heimfahrt vor Biograd in Brand geraten, alle Personen an Bord konnten rechtzeitig gerettet werden, bestätigte Strache via "Facebook" einen Bericht der "Kronen Zeitung". Strache darf das Land verlassen, seinen U-Ausschuss-Termin am Donnerstag hat er jedoch abgesagt.

Die Pressesprecherin des zuständigen Ministeriums für Meer, Transport und Infrastruktur teilte am Montag  mit, dass sich niemand von den Beteiligten mehr in Kroatien aufhalten müsse. Nur der Bootskapitän sei zur Vernehmung in die Hafenbehörde gebeten worden.

"Ich war für drei Tage (Donnerstagabend bis Sonntag 11 Uhr - Wochenende) mit meinen großen Kindern in Kroatien mit zwei befreundeten Familien (7 Personen) auf einem Boot eingeladen und wir erlebten bei der Heimfahrt am Sonntag in der Früh um ca 9.45 Uhr ein Schiffs-Drama, wo 15 Minuten vor dem Heimat-Hafen in Biograd schwarzer Rauch aus dem Maschinenraum (Technik/Elektrik) des Bootes aufgestiegen ist", schrieb Strache auf Facebook.

Trotz Löschversuchen des Kapitäns und der Männer an Bord sei das Boot nicht mehr zu retten gewesen. "Das Notdürftigste wurde rasch eingepackt und zum Glück haben Slowenen und drei Steirer aus Kapfenberg mit ihrem Boot beim Vorbeifahren die gesamte Boots-Besatzung auf ihrem Boot in Sicherheit gebracht, bevor das Boot gänzlich in Flammen aufging und in Folge auch Explosionen stattfanden", schrieb Strache. Alle Beteiligten konnten rechtzeitig gerettet werden und blieben unverletzt, so Strache, der sich über die Hilfe "vieler Urlauber vor Ort" dankbar zeigte.

Strache soll vor U-Ausschuss aussagen

Laut "Kronen Zeitung" sollen die Betroffenen derzeit in Kroatien festsitzen. Allen Österreichern sei vorerst die Ausreise verweigert worden, bis die Brandursache geklärt ist. Strache selbst war am Montag auf APA-Anfrage vorerst nicht erreichbar. Auch der Generalsekretär des Team Strache, Christian Höbart, konnte auf Anfrage keine näheren Angaben zu dem Geschehen machen.

Strache war eigentlich für diesen Donnerstag in den Ibiza-U-Ausschuss geladen. Für diesen Tag hat er sich nun entschuldigt und gebeten, ihn für den nächsten Termin am 15. Juli zu laden. Am Dienstag kommender Woche (6. Juli) startet dann Straches Prozess wegen Bestechlichkeit am Wiener Landesgericht, wo es um einen vermuteten Gesetzeskauf im Zusammenhang mit der Privatklinik Wien-Währing geht. (apa)

Anmerkung der Redaktion: Der Artikel wurde um 15:15 mit den neuesten Informationen aktualisiert.