Trotz Lockdown und dem damit einhergehenden  geringeren Verkehrsaufkommen sind lediglich elf Prozent weniger Müll auf Östererreichs Autobahnen und Schnellstraßen gelandet. Verglichen mit dem Jahr 2019 ist dies nur ein geringer Rückgang. Insgesamt sind auf 55 Rastplätzen und 87 Raststationen entlang des österreichischen Autobahn- und Schnellstraßennetzes im Vorjahr insgesamt 7.731 Tonnen an Müll angefallen. Entlang der hochrangigen Strecken der drei östlichen Bundesländer Wien, Niederösterreich und des Burgenlands betrug das Müllaufkommen demnach im Jahr 2.332 Tonnen pro Jahr, 2020 waren es 2.170 Tonnen. Die Entsorgungskosten im Vorjahr beliefen sich auf 3,3 Millionen Euro.

 

Die Asfinag ruft daher die Kampagne "Auffüllen statt wegwerfen" ins Leben, um auf das Problem "Littering" aufmerksam zu machen.  

Beachtliche Folgen

Neben den horrenden Entsorgungskosten, die sich vergangenes Jahr auf 3,3 Millionen Euro beliefen, sowie den Folgen für die Umwelt, birgt die Vermüllung des Straßenverkehrsnetzes auch Gefahren: "Hohe Temperaturen können manche Materialien entfachen. Brände entlang der Strecken sind eine ganz besondere Herausforderung für unsere Teams und die Einsatzkräfte", sagte Asfinag-Geschäftsführer Stefan Siegele. Rund ein Viertel des unachtsam weggeworfenen Mülls muss sogar händisch eingesammelt werden.

 

Aufmerksamkeit schaffen

Um ein Bewusstsein für das Thema Vermüllung zu schaffen, werden im Rahmen der "Auffüllen statt wegwerfen"-Kampagne der Asfinag Überkopfwegweiser auf Österreichs Autobahnen eben diesen Slogan zeigen. Mit dem Auto Reisende sollen so dazu angehalten werden Müll, in dem Fall insbesondere Flaschen, nicht leichtfertig beim Fahren aus dem Fenster zu werfen, sondern diese erneut zu befüllen und wiederverwenden. (apa)