Bei "Kannste knicken" ist der Name Programm. Denn sobald man genügend Smileys angekreuzt hat, darf man die entsprechende Ecke seines Spielblatts umknicken. Beim Ankreuzen muss man sich nach zwei Würfeln richten, von denen man jeweils einen aussuchen darf. Und man darf immer nur von einem Anfangs- beziehungsweise Endpunkt aus starten mit seinen Kreuzreihen. Wer am Ende alle vier Ecken umgeknickt und alle Zielsymbole erwischt und miteinander durch Kreuze verbunden hat, gewinnt.

- © Schmidt Spiele
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Das Ganze sieht auf den ersten Blick ziemlich kompliziert aus, und auch die Anleitung muss man zweimal lesen, bis man dieses Duellspiel verstanden zu haben glaubt. Hat man aber erst einmal mit dem Ankreuzen begonnen, ergibt sich vieles von selbst. Da besteht die Schwierigkeit nur darin, den Überblick zu bewahren und die Kreuze so zu setzen, dass die Startpunkte für den nächsten Zug passend liegen. Gerade am Anfang kann das für einige Frustration sorgen, wenn man nach der Runde draufkommt, dass man besser anders gefahren wäre. Und es ist anzuraten, eher einen Bleistift mit Radiergummi zu verwenden als die mitgelieferten Filzstifte.

Manchmal geht es dann plötzlich ganz schnell

Neben den eigenen Kreuzen sowie den Smileys und Zielsymbolen bietet das Spielblatt auch noch diverse andere Felder, die für Dynamik im Spielgeschehen sorgen: zum Beispiel ein Bonusfeld, das den Wurf dupliziert. Und wenn man bei der Wiederholung der Züge dann über ein weiteres Bonusfeld fährt, multipliziert sich das Ganze nochmals - und plötzlich darf ein Spieler, der bisher zu verlieren glaubte, so viele Züge machen, dass ihm am Ende der Runde nur noch zwei Züge auf den Sieg fehlen, während der andere noch nicht einmal die zweite Ecke umgeknickt hat.

Die Spieleautoren Klaus-Jürgen Wrede und Ralph Querfurth haben sich hier ein wirklich geniales Denkspiel einfallen lassen, das viel rasanter abläuft, als es auf den ersten Blick wirkt. Und mit vier verschiedenen Schwierigkeitsstufen kann man das Ganze nach und nach steigern. Einziger Wermutstropfen: Der Spielblattblock ist endlich, und dadurch, dass er beidseitig bedruckt ist, lässt sich das Ganze auch eher schwer selbst kopieren.(maz)